Ermutigendes für Zwischendurch

Liebe Jugendliche, 

wie geht es euch Zuhause?
Um euch durch die nächsten Wochen zu begleiten, wollen wir euch hier regelmäßig mit Ideen zum Nachdenken, Lachen und Ausprobieren oder anderes Ermutigendes für Zwischendurch versorgen.

Schreibt uns gerne per Mail, WhatsApp oder Instagram eure Meinung, weitere Ideen oder wie es euch geht.

Viele Grüße und bleibt gesund!
Hannah und Natalie

Ermutigendes für Zwischendurch - Dienstag, 26. Mai

Heute wollen wir euch die Andacht vorstellen, die gestern in den Germersheimer Impulsen erschienen ist. So wie dort beschrieben fühle ich mich gerade, wenn ich daran denke, ob wohl Freizeiten demnächst stattfinden können, ob ich mit meinen Freunden Geburtstage feiern kann,...

Warten…

Die meisten von uns warten nicht sehr gerne. Oft haben wir es eilig, wollen unsere Zeit nicht verschwenden, wollen Ergebnisse sehen. Wenn man auf etwas Schönes wartet, ist das Warten ja noch erträglich. Schließlich gilt die Vorfreude als die schönste Freude. Am schlimmsten ist es, wenn man auf etwas warten muss, von dem man nicht weiß, ob es gut oder schlecht ist. Das Prüfungsergebnis, der Arztbefund, die OP…

Im Moment müssen wir oft warten, leben wir in einer Wartezeit: Wir warten auf die neusten Coronazahlen. Wir warten auf die neusten Entscheidungen und darauf, welche Maßnahmen nun getroffen werden. Wir warten darauf, ob wir in Urlaub fahren können. Wir warten darauf, unsere Angehörigen und Freunde wiedersehen zu können. Wir warten auf das Ende der Epidemie. Vieles davon ist ungewiss, und das macht das Warten so schwer…

Die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten war auch für die Jünger Jesu damals eine Zeit des Wartens.
Jesus war zu Gott, seinem Vater, in den Himmel zurückgekehrt und er hatte seinen Jüngern aufgetragen zu warten. Er hatte ihnen seinen Geist versprochen und versprochen, dass damit etwas ganz Neues beginnen soll. Doch wann dies geschehen sollte und wie dieses Neue aussehen sollte, das wussten die Jünger nicht. Und sie konnten es sich auch gar nicht richtig vorstellen. Also blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu warten.

Aber vielleicht haben sie auch genau diese Wartezeit gebraucht. Vielleicht haben sie diese 10 Tage zwischen Himmelfahrt und Pfingsten gebraucht, um das Alte abzuschließen und offen zu werden für das Neue, das kommen sollte. Und vielleicht ist das Neue schon während des Wartens gewachsen.
Was dann kam, war be-geist-ernd: ein Wirbelwind und ein Feuersturm. Gottes Geist, der ihr Leben und diese Welt durcheinanderwirbelte und eine neue Gemeinschaft schuf.

Vielleicht wächst auch bei uns gerade etwas Neues, während wir warten. Ein neues Bewusstsein für das, was wirklich wichtig ist im Leben und für eine Gesellschaft? Eine neue Solidarität? Eine neue Gemeinschaft? Die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten mutet uns zu, zu warten. Aber sie lädt uns auch ein, offen zu sein für das Neue, das kommt – und offen zu sein für Gottes kreativen Geist.

Eine Andacht von Dr. Claus Müller, Pfarrer in der Prot. Kirchengemeinde Germersheim und Dekan im Dekanat Germersheim

Bei langen Wartezeiten muss ich immer auch an Wartezeiten im Flughafen denken. Das Flugzeug ist für mich, auch wenn ich mir aus Umweltschutzgründen vorgenommen habe, weitestgehend auf das Fliegen zu verzichten, außerdem ein Symbol für Urlaub, auf den gerade viele warten und hoffen.
Wie passend, dass heute noch dazu „Nationaler Tag des Papierfliegers“ ist!
Daher findet ihr hier ein Video, um einen Papierflieger nachzubasteln, der schon mehrere Weltrekorde gebrochen hat. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Ermutigendes für Zwischendurch – Donnerstag, 21. Mai - Christi Himmelfahrt

Heute ist nicht nur „Vatertag“ sondern auch Christi Himmelfahrt. Viele können sich darunter gar nichts vorstellen bzw. wissen gar nicht, was wir als Christ*innen eigentlich an diesem Tag feiern. Christi Himmelfahrt ist ein wichtiger Feiertag im Kirchenjahr, zwischen Ostern und Pfingsten. Doch was feiern wir nun eigentlich an Christi Himmelfahrt?

„Jesu Himmelfahrt wird in der Bibel mit einer beeindruckenden Szene geschildert: 40 Tage lang war Jesus nach der Auferstehung mit seinen Jüngern zusammen, dann „wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen“ (Apostelgeschichte 1,11). Diese Himmelfahrt erklärt, wo Jesus jetzt ist: bei Gott, seinem Vater.

Denn mit seinem Tod am Kreuz ist Jesus ins Reich der Toten hinabgestiegen; am dritten Tag wieder zu den Lebenden auferstanden und 40 Tage später ins Reich Gottes emporgehoben.

Seine menschliche Natur tritt damit endgültig in die göttliche Herrlichkeit ein.

Christi Himmelfahrt feiert, 40 Tage nach Ostern, den Abschied von seinen Jüngern und sein Ankommen im Reich Gottes.“ (www.die-bibel.de)

Für uns Christ*innen ist Himmelfahrt ein besonderer Tag, den Jesus geht zurück zu Gott. Jesus ist nun nicht mehr greifbar, aber wir können uns im Gebet stets an ihn wenden. Durch den Heiligen Geist, von dem wir an Pfingsten noch mehr hören, bleibt Gott weiterhin spürbar in unserer Welt.

Ermutigendes für Zwischendurch - Montag, 18. Mai

Be-GEIST-ert – Fotoaktion vor Pfingsten

„Ich bin ganz begeistert! - Hier herrscht ein guter Geist. – Eine Zusammenarbeit in gutem Geiste – Was schaust du denn jetzt so entgeistert?! ....“

Der Geist spielt eine große Rolle in unserer Sprache. Wir gebrauchen diese geist-vollen Wörter und Wendungen ganz selbstverständlich und ohne darüber nachzudenken.

Pfingsten - das Fest des Heiligen Geistes. Er will Menschen lebendig machen. In Bewegung setzen. Ihnen Worte eingeben. Sie das Staunen lernen. Wege zur Gemeinschaft eröffnen. Wie damals beim ersten großen Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes vor mehr als 2000 Jahren.

Wir, die Prot. Kirchengemeinde Germersheim und die Ev. Jugend Germersheim, laden vor Pfingsten herzlich ein zu einer Foto-Aktion unter dem Motto „Be-GEIST-ert!“

Die Idee dabei: Mache ein Foto von dem, was dich begeistert. Oder teile ein dich begeisterndes Foto, das du gemacht hast, mit anderen.

Die Bilder würden wir gerne auf unseren Homepages: www.evkirche-germersheim.de und www.jugendzentrale-ger.de veröffentlichen. Daher wäre es schön, wenn du deinem Namen und, wenn du möchtest, auch dein Alter angibst.

Schicke dein dich begeisterndes Foto bis zum 28. Mai 2020 entweder per Mail an
juz.germersheim@no-spamevkirchepfalz.de oder an pfarramt.germersheim.2@no-spamevkirchepfalz.de, per WhatsApp (0160-98468327) oder auf Instagram (@ev_jugend_ger).

Wenn ihr Fragen zu unserer Aktion habt, dann könnt ihr uns, Pfarrerin Christine Klein-Müller (Prot. Pfarramt 2 – Tel. 07274-4866) und der Ev. Jugendzentrale Germersheim (Mobil: 0160-98468327), gerne anrufen oder schreiben.

Alle Informationen findest du auch hier.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Fotografieren und freuen uns auf eure Fotos!

Ermutigendes für Zwischendurch - Donnerstag, 14. Mai

Liebe Jugendliche,

trotz der schrittweisen Lockerungen ist vieles immer noch ganz anders als sonst.
An manchen Tagen bin auch ich ein bisschen gefrustet und denke, das kann doch so nicht ewig weitergehen.
Deshalb habe ich mich mal bewusst gefragt, was mir wirklich fehlt. Das sind vor allem meine Freunde, Familie und natürlich auch ihr! Mir war davor gar nicht bewusst, wie wichtig mir soziale Kontakte tatsächlich sind.
Vor allem mach ich mir auch Sorgen, ob jetzt alle Freizeiten und mein Urlaub flach fällt. Ich habe mich darauf schon sehr gefreut! Euch wird es sicherlich ähnlich gehen.
Ich habe mir deshalb überlegt, wie ich meine Situation verbessern kann und was vielleicht auch euch helfen könnte. Klar, wirklich treffen ist gerade noch schwierig, zumindest mit mehreren Freunden. Aber wir können skypen und Telefonieren, wir können schreiben und Bilder schicken. Letzte Woche habe ich auch mal Postkarten mit eigenen Fotos verschickt.
Außerdem habe ich aus den Muscheln und ähnlichem, die ich letztes Jahr bei meinem Tauchurlaub gesammelt habe, eine Wanddeko gemacht. Wenn ich die jetzt ansehe, fühle ich mich ein kleines bisschen wie im Urlaub.
Es ist alles kein wirklicher Ersatz für eine Umarmung, einen lustigen Abend mit vielen Freunden oder einen schönen Urlaub, aber so schaffe ich es, die Situation besser auszuhalten.
Außerdem merke ich, dass ich trotz Distanz eigentlich nie allein bin und ich weiß, dass meine nächsten Umarmungen besonders herzlich sein werden. Und darauf freue ich mich schon jetzt.

Hier kommen ein paar Ideen für das Urlaubsgefühl zuhause, die ihr am Wochenende vielleicht mal ausprobieren könnt!

Vielleicht habt ihr auch noch ein paar kleine Erinnerungen aus dem Urlaub?
Dann könnt ihr euch selbst mit ein bisschen Draht, einem schönen Stock vom Rheinufer und ein paar zusätzlichen Perlen ein Mobilé als Deko erstellen. Einfach Draht am Stock anknoten, in unterschiedlichen Abständen Perlen/Muscheln auffädeln, unter oder um die Perlen/Muscheln einen Knoten machen und fertig ist eure Urlaubsdeko!

Sicher habt ihr auch ein paar Fotos? Wenn ihr sie nur auf dem Handy habt, dann nutzt doch die Gelegenheit, sie mal auszudrucken. Besorgt euch etwas Leckeres zu essen aus dem Reiseland (z.B. bei Frankreich ein Pain au chocolat oder bei Italien leckere Pasta Pesto), macht es euch gemütlich und besorgt euch dafür was ihr sonst noch so braucht und dann könnt ihr zumindest in den Erinnerungen auf Reisen gehen!

Ermutigendes für Zwischendurch - Dienstag, 12. Mai

Liebe Jugendliche,

Seit einigen Wochen findet ihr auf unserer Homepage unter der Woche täglich und auch teilweise am Wochenende Beiträge, mit denen wir versuchen, in der Corona-Zeit etwas Positives für euch online zu stellen. Die Schule hat für euch zum Teil wieder begonnen, aber wir möchten weiterhin etwas für euch anbieten, auch Neues umsetzen und sind dabei besonders auch auf eure Ideen gespannt und an euren Meinungen interessiert. In den nächsten Tagen werden wir für euch ca. alle zwei, drei Tage hier auf der Homepage einen Text veröffentlichen. Parallel arbeiten wir an neuen Inhalten.

Was würdet ihr euch wünschen:
Habt ihr Lust auf Online Spiele-Abende oder habt ihr keine Lust noch mehr am PC zu sein? Wollt ihr z.B. über Zoom über bestimmte Themen diskutieren oder freut ihr euch über kleine Impulse zum Hören oder zum Lesen, mit denen ihr abends runterkommen und auf andere Gedanken kommen könnt? Oder oder…

Wenn es etwas gibt, von dem ihr denkt, dass wir es umsetzen könnten oder das ihr selbst gerne mit anderen teilen wollt, dann schreibt uns, wir sind an euren Meinungen interessiert! Egal wie sehr ihr euch bisher bei Freizeiten engagiert habt oder wie lange ihr dabei seid.

Auch wenn gerade unsicher ist, wie es mit persönlichen Treffen weitergeht, wollen wir für euch da sein und sind per Mail juz.germersheim@evkirchepfalz.de und per WhatsApp weiterhin erreichbar oder rufen euch zurück.

Da die Rückmeldungen, die ihr uns bisher gegeben habt meist in die Richtung gehen, dass ihr eher gestresst seid und es euch nicht immer gut geht, hier ein kleines Gebet, in dem wir an euch denken:

Gott,
manchmal fühlen wir uns schwach, haben keine Energie, den nächsten Schritt zu tun.
Danke, dass du uns durch schwierige Zeiten begleitest und uns trägst.
Hilf uns, dass wir uns dir anvertrauen können. Zeige uns auch, wo andere unsere Unterstützung brauchen.
Danke, dass deine Liebe zu uns so groß ist, dass wir uns vor keiner Herausforderung im Leben fürchten müssen.
Amen.

Viele Grüße
Hannah und Natalie

Ermutigendes für Zwischendurch – Sonntag, 10. Mai

In dieser Woche habe ich euch viel über die Fundación Pueblo und einige ihrer Projekte berichtet. Die Projekte der Stiftung hat sich nicht irgendwer zuhause am Schreibtisch ausgedacht und dann mal drauf los versucht, sondern die Projekte kamen als Anfragen aus der Bevölkerung und werden dann auf Herz und Nieren geprüft, bevor ein richtiges Projekt daraus werden kann. Ohne die Beteiligung der Menschen vor Ort, der Kommunen und Landkreise würde keines der Projekte realisiert werden. Erst wenn alles passt kann ein Projekt gestartet werden.

Die Projekte der Fundación Pueblo haben Hand und Fuß und bieten den Kindern, Jugendlichen, Familien, Frauen und Männern Perspektiven und Möglichkeiten, die sie sonst nicht hätten.

Um die Arbeit der Fundación Pueblo von Deutschland aus zu unterstützen wurde der gemeinnützige Verein „Freunde Boliviens e.V.” gegründet. Über diesen Verein kann man an die Fundación Pueblo spenden und damit diese wichtige und unverzichtbare Arbeit unterstützen.

Die Ev. Jugend Germersheim hat im vergangenen Jahr durch eine Aktion Geld für die Fundación Pueblo gesammelt. Jede Spende kommt dort an, wo sie gebraucht wird!

Wenn ihr nicht selbst spenden könnt, dann fragt mal eure Eltern oder Großeltern (natürlich kann man eine Spendenquittung erhalten). Bitte unterstütz die Arbeit der Stiftung! Auch ein kleiner Betrag hilft schon. Danke für eure Unterstützung!

Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Wenn ihr noch mehr über die Fundación Pueblo erfahren möchtet, dann könnt ihr hier weiterlesen oder euch die Dokumentation über die Schülerpension ansehen.

Ermutigendes für Zwischendurch – Freitag, 08. Mai

Der 8. Mai ist ein wichtiger Gedenktag für Deutschland und viele andere Länder, denn vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg. 60 Millionen Menschen fielen an der Front, wurden in den Konzentrationslagern ermordet, verbrannten in den Bombennächten, starben an Hunger, Kälte und Gewalt auf der großen Flucht. Mit dem 8. Mai 1945 endete nicht nur der Krieg, waren alle Konzentrationslager befreit und alle Waffen schwiegen, es begann auch eine neue Zeit für die Menschen in Deutschland und der Welt. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde 1949 (zumindest in Westdeutschland) die Demokratie zur Staatsform. Demokratie heißt wortwörtlich „Herrschaft des Volkes“, d.h. das Volk muss jede staatliche Machtausübung legitimieren (z.B. durch die Wahl von Parlamenten etc.). Doch das ist nur ein kleiner Einblick in den Bereich der Demokratie. Wenn ihr mehr wissen wollt, dann könnt ihr hier weiterlesen.

Demokratie lebt, auch in Deutschland, von Beteiligung (nicht nur beim Gang zur Wahlurne). In Bolivien ist das System etwas anders und damit sind auch die Beteiligungsformen andere. Die Zivilgesellschaft in Bolivien verfügt über erhebliche Mitwirkungsmöglichkeiten bei der öffentlichen Ausgabengestaltung auf lokaler Ebene. Um diese besser nutzen zu können, verschafft das Staatsbürgerkunde-Projekt der Fundación Pueblo Bürgern und ihren Basisorganisationen Zugang zu kommunalpolitisch wichtigen Informationen.

Während unserer Studienreise waren wir mehrere Tage in Yanacachi, dem Gründungsort der Fundación Pueblo. Durch De Yanira und Oscar, das Team in Yanacachi, erfuhren wir mehr über das Demokratieförderprojekt und konnten bekamen einen Einblick in ihre Arbeit. Auch in der im Moment schwierigen Situation versuchen die beiden, die Menschen u.a. durch Informationen zu unterstützen:

De Yanira und Oscar, unser Team des Demokratieförderprojekts in unserer Heimatgemeinde Yanacachi, unterstützen weiterhin die nationale Kampagne #YoMeQuedoEnCasa (Ich bleibe zu Hause!) und verbreiten ihre produzierten Nachrichten virtuell.

Nachdem der erste Coronafall im Nachbarlandkreis Chulumani aufgetreten war, hat sich der Landkreis Yanacachi Mitte April selbst von der Außenwelt abgekapselt. Hinein und hinaus kommen seitdem nur noch Lebensmittel- und Gasflaschenlieferungen.

Wie schwer jedoch in einer Gesellschaft, wie der bolivianischen, in der enger Körperkontakt zum Beispiel beim Begrüßen und Verabschieden bis vor wenigen Wochen fest dazugehörte, im Alltag fällt, zeigte sich bei der Auszahlung von staatlichen Bonusleistungen in Yanacachi. Gerade in ländlichen und ärmeren Regionen Boliviens magelt es neben der medizinischen Ausstattung auch an Kenntinisse und der Umsetzung der klassischen Hygieneregeln, wie Abstandhalten und regelmäßiges Händewaschen. Auch dies versucht unser Team in Yanacachi bei ihrer Berichterstattung mit aufzunehmen.”

Demokratie ist nicht selbstverständlich und gerade in den letzten Jahren versuchen antidemokratische Kräfte mehr Einfluss zu gewinnen. Für die Ev. Jugend ist Demokratie ein sehr wichtiges Thema und wir setzten uns dafür ein.

Ermutigendes für Zwischendurch – Donnerstag, 7. Mai

Zu den bekanntesten Städten in Bolivien gehört La Paz. Viele denken, dass La Paz die Hauptstadt von Bolivien ist, aber es ist nur der Regierungssitz. Direkt oberhalb von La Paz liegt El Alto. Ursprünglich war El Alto (span. „die Höhe“) ein Stadtteil von La Paz. Dort ist auch der internationale Flughafen (einer der am höchstgelegenen der Welt- ca. 4000m über N.N.) an dem ich im letzten Jahr nach Bolivien eingereist bzw. von dem ich wieder zurückgeflogen bin.
El Alto wächst sehr schnell, u.a. weil viele Familie vom Land in die Stadt ziehen. Die Frauen aus diesen Familien haben häufig kaum eine Chance auf eine solide Grund- und Ausbildung. Um diesen Frauen die Möglichkeit zu geben Berufsbildungsabschluss zu ermöglichen ist ein eigenständiges Projekt der Frauenförderung für Migrantinnen vom Lande im „Haus der Zukunft“ (MuMi – Mujer Migrante) entstanden.

Bei unserem Besuch dort konnten wir die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten kennenlernen und haben erfahren, wie wichtig dieses für die Frauen ist. Es bietet ihnen die Möglichkeit unabhängig und eigenständig ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wie die Lage der jungen Frauen dort zurzeit ist, das könnt ihr hier lesen:

„In unserem Frauenförderungsprogramm in El Alto kann Esther, unsere Programmkoordinatorin, mit vielen den Kursteilnehmerinnen den Kontakt aufrechterhalten, da die meisten glücklicherweise ein Mobiltelefon haben. Ebenso versucht sie, trotz der rigorosen Ausgangsbeschränkungen, weiterhin mit der Frauenabteilung der Stadtverwaltung im Dialog zu bleiben. Dadurch können die Frauen, die bereits jetzt in akute materielle Notlagen gekommen sind, in die entsprechenden Unterstützungsprogramme der Stadtverwaltung geleitet werden. Ähnliches gilt für die Fälle, in denen es Anzeichen für intrafamiliäre Gewalt gibt.

Bei Infektionsfällen wäre die Frauen auf das staatliche „Hospital del Norte“ in El Alto angewiesen. Obgleich es das Referenzkrankenhaus für alle COVID-Patient*innen im Bundesstaat La Paz ist, klagt das medizinische Personal dort bis heute über einen akuten Mangel an Schutz- und Desinfektionsmaterial. Einen entsprechenden Antrag des Krankenhauses konnten wird erfreulicherweise mit einer Sachspende beantworten. Dafür mussten wir alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt, die uns momentan zur Verfügung standen. Obwohl der Umfang der Sachspende aus 250 Schutzmasken und einem Vorrat an Desinfektionsmaterial - unseren Möglichkeiten entsprechend - relativ bescheiden war, wurde die Spende vom Personal dankbar entgegengenommen.“

Von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern bzw. einer Gendergerechtigkeit in allen Bevölkerungsschichten ist man in Bolivien noch weit weg. In Deutschland sind alle formal gleichberechtigt und haben die gleichen Berufs- bzw. Karrierechancen, aber eine Gendergerechtigkeit in Bezug auf die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit gibt es nur in ganz wenigen Berufen. Der Equal Pay Day erinnert jedes Jahr daran, dass es immer noch keine Lohngerechtigkeit gibt. Dennoch sollten wir nie vergessen, dass Gleichberechtigung keine Selbstverständlichkeit ist und sollten uns dafür einsetzen, dass sie auch in anderen Ländern Frauen bessere Chancen bekommen.

Ermutigendes für Zwischendurch – Mittwoch, 6. Mai

Seit Montag können die Schüler*innen der Abschlussklassen wieder in die Schule gehen, wenn es auch nicht so ist, wie normalerweise. Aber ein Stück „Normalität“ kehrt dadurch zurück.
Hier in Deutschland haben wir eine allgemeine Schulpflicht und diese wird auch ernst genommen. In Bolivien gibt es zwar auch eine Schulpflicht, aber nur etwa 60% der Kinder wird überhaupt eingeschult. Viele Schüler*innen müssen lange Wege zu Fuß zur nächsten Schule zurücklegen, so dass sie dem Unterricht oft nur übermüdet und unkonzentriert folgen können. Des Weiteren sind viele Familien sind zu arm, um ihren Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen.
Um den Schüler*innen den langen Weg zu Fuß zur Schule zu ersparen hat die „Fundación Pueblo“ vor vielen Jahren das Projekt „Schülerpension in Gastfamilien“ ins Leben gerufen. Mit diesem Projekt ermöglicht die Stiftung besonders benachteiligten Kindern auf dem Lande eine vollständige Grundbildung und schafft sozial angesehene Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten für Landfrauen in Armutsregionen. Die enge Zusammenarbeit mit den Landkreisen vor Ort sorgt für Nachhaltigkeit.

Doch durch die Corona-Pandemie hat sich einiges verändert:

Seit 12. März sind in Bolivien alle Schule geschlossen. Bei unseren Schülerpensionen gilt unsere Sorge besonders der Gemeinde Tentaguazu. Die hier lebenden indigenen Guaraní-Familien sind besonders von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Nach dem Ende der Fischfangsaison ist die Gemeinde weitgehend auf externe Lebensmittelversorgung angewiesen, die durch die drastischen Beschränkungen des Verkehrs jetzt extrem eingeengt wurde. Nach zahlreichen zunächst erfolglosen Versuchen hat unser Regionalkoordinator in Tarija, David, Ende April eine Ausnahmegenehmigung erhalten, um die abgelegene Gemeinde zu besuchen und die 59 Familien mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Pakete enthielten Grundnahrungsmittel, wie Mehl, Reis, Nudeln, Zucker und Öl. Die Zusammenstellung und Verteilung der Lebensmittelpakete organisierten wir mit den traditionellen Gemeindevorstehern und der Landkreisverwaltung von Entre Ríos.

Die Lage in der Hochlandgemeinde Copacabana, in der unsere zweite Schülerpension liegt, ist derzeit weniger prekär. Gerade ist Erntezeit für Kartoffeln und Bohnen und das Dorfverfügt derzeit noch über einen ausreichend ausgestatteten Dorfladen mit Grundnahrungemitteln wie Reis und Mehl. Wir planen momentan, die 7 Gastmütter der Gemeinde, die Schüler der Primarstufe beherbergen, mit Zusatzlebensmitteln zu unterstützen, sobald der Schulbetrieb wieder aufgenommen wird. Wann das sein wird, hat das Erziehungsministerium noch nicht beschlossen.“

Bei unserer Studienreise durch Bolivien durften wir auch die Gemeinde Tentaguazu besuchen. Tentaguazu ist eine kleine Gemeinde, die in einer sehr ländlichen Region liegt. Die nächste Stadt ist nicht gerade um die Ecke und einen Supermarkt oder ähnliches gibt es dort nicht. Daher ist die Lage für die Menschen dort nicht gerade einfach.

Unsere Versorgung mit Lebensmitteln ist so gut, auch wenn man zeitweise keine Nudeln und kein Mehl bekommen hat, und die Mitarbeiter*innen in den Supermärkten, Metzgereien, Bäckereien usw. leisten eine wichtige Arbeit. Wir können und sollten froh und dankbar sein, dass dies hier so unproblematisch ist, denn das ist nicht selbstverständlich!

Ermutigendes für Zwischendurch – Dienstag, 5. Mai

Für viele Menschen hier in Deutschland ist die Corona-Pandemie eine Herausforderung und führt sie an ihre Existenzgrenzen. Ohne Frage ist dies für jede*n eine schwierige Zeit und Lage. Doch in Deutschland gibt es auch so etwas wie ein soziales „Auffangnetz“, dass diejenigen auffangen soll, deren Existenz durch die Pandemie bedroht ist.
In anderen Ländern ist dies leider nicht der Fall. Günther Schulz-Heiss, Gründungsmitglied der „Fundación Pueblo“, der in Bolivien lebt, berichtet regelmäßig aus Bolivien und so erfahren wir – aus erster Hand – wie es den Menschen dort zurzeit geht und welche Auswirkungen die Corona-Pandemie hat. Hier ein kleiner Ausschnitt aus seinem Bericht:

„Die seit dem 25.März geltenden drakonischen Ausgangs- und Verkehrsbeschränkungen in Bolivien haben die Wirtschaft weitestgehend zum Erliegen gebracht. In einem Land, in dem 2/3 der Bevölkerung ihr Einkommen im „informellen Sektor“ (d.h. ohne eine Anstellung mit festem Gehalt) zu erwirtschaften bemüht ist, sind die sozialen Auswirkungen fatal. Die Baustellen, auf denen tausende „freie“ Handwerker und Hilfsarbeiter ihren Tagelohn verdienten, liegen brach; die - meist weiblichen – Straßenhändler, die ihre Familie mit dem ambulanten Verkauf von Kleinigkeiten durchzubringen versuchen, sitzen nun alle arbeitslos daheim. Ein Netz sozialer Sicherheit, das einen derartigen Namen verdienen würde, gibt es in Bolivien über den Familienverbund hinaus praktisch nicht. Die wenigen Produktionsbetriebe im Lande wurden von der Regierung verpflichtet, auch ohne Produktion und Verkäufe die Löhne weiter zu zahlen. Dafür sollen sie zinsverbilligte Regierungskredite erhalten. Ob bzw. wie viele Betriebe das eine und das andere können und tun, ist ungewiss.

Für den Großteil der Bevölkerung, der nicht zu den privilegierten Gehaltsempfängern gehört, hat die amtierende Interimsregierung eine Reihe von Bonuszahlungen eingeführt, für die sich Bolivien u.a. beim Weltwährungsfonds verschuldet hat. Auch wenn es umgerechnet kaum 50 Euro sind, die der Staat diesen Monat den Eltern eines schulpflichtigen Kindes zahlt, bilden sich mehrere Häuserblocks lange Schlangen Empfangsberechtigter vor den wenigen Bankfilialen, die noch geöffnet haben. Ob bzw. wie lange die Bonuszahlungen angesichts des bereits vor der Krise astronomischen Haushaltsdefizits über diesen Monat hinaus weitergeführt werden können, ist ungewiss. Die außenwirtschaftliche Lage Bolivien verschlimmert sich derweil mit jedem Tag, den die Erdölpreise auf den derzeitigen historischen Tiefstständen bleiben. Sie bestimmen die Einnahmen aus dem Export von Erdgas nach Brasilien und Argentinien, die ein Drittel des bolivianischen Steueraufkommens ausmachen.“

Ermutigendes für Zwischendurch - Montag, 4. Mai

Im Sommer 2019 war ich für 16 Tage in Bolivien. Bolivien ist kein Land, das man einfach so mal als Ziel für eine Reise aussuchen würde. Das war auch bei mir nicht so. Pfarrer Jürgen Leonhard hat vor einigen Jahren mein Interesse an diesem Land und an der Dorfstiftung, der „Fundación Pueblo“, geweckt und als er mich Anfang 2019 fragte, ob ich Interesse hätte an einer Studienreise nach Bolivien, musste ich nicht lange überlegen. So durfte ich ein faszinierendes Land, tolle Menschen und die „Fundación Pueblo“ mit einigen Projekten kennenlernen.

In dieser Woche möchte ich euch zum einen von den Projekten der Stiftung und zum anderen von der aktuellen Situation in Bolivien berichten:

Bolivien ist ein Binnenland in Südamerika mit ca. 11 Mio. Einwohnen. Das Land grenzt an Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay und Peru. Die Hauptstadt ist Sucre und nicht, wie viele meinen, La Paz. Nach der Präsidentenwahl im Oktober 2019 kam es zu sozialen und politischen Konflikten, von denen auch in den deutschen Nachrichten berichtet wurde. Zurzeit ist Jeanine Áñez Chávez Interimspräsidentin.

Bolivien ist ein Plurinationaler Staat, da die mehr als die Hälfte der Bolivianer*innen indigenen Völkern angehören. Dies sind zumeist Quechua und Aymara. Neben der Amtssprache Spanisch werden noch 35 weitere Sprachen anerkannt.

Es gäbe noch viel mehr Interessantes über dieses Land zu berichten. Wer mehr erfahren möchte, der kann sich gerne an mich wenden.

Heue möchte ich weitergeben, was ich letzte Woche aus Bolivien erfahren habe und was die Situation in Deutschland in einem ganz anderen Licht zeigt:

„Das Corona-Virus betrifft uns momentan alle, aber nicht alle gleich. Bolivien ist eines der Länder weltweit, das am schlechtesten auf die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie vorbereitet ist. Das bolivianische Gesundheitsministerium zählt momentan 1.229 Infizierte (Stand: 2.5.2020). Das hört sich nicht viel an, wie viele Fälle es jedoch tatsächlich gibt ist mehr als unklar. Zum einen werden nur verschwindend wenige Tests durchgeführt - bis Mitte April weniger als 4.000 im ganzen Land. Hinzu kommen die teilweise haarsträubenden Berichte von total verspäteter und schlechter Behandlung, die „offizielle“ COVID19-Patienten in den mangelhaft gerüsteten Gesundheitszentren erfahren, und deren soziale Ausgrenzung in ihren Nachbarschaften. Starke Anreize also, sich erst gar nicht auf den Virus untersuchen zu lassen und einen Todesfall in der Nachbarschaft auf andere Gründe zurückzuführen. Die Regierung hat am 25. März den „sanitären Notstand“ verhängt. Das Verlassen des Hauses ist nur noch erwachsenen Bürger*innen unter 65 Jahren und nur an einem ihnen zugewiesenen Vormittag in der Woche gestattet. Verstöße werden dort, wo die Polizei präsent ist, mit hohen Geld- und Freiheitsstrafen hundertfach geahndet. In vielen ländlichen Gebieten und den Armutsvierteln der Großstädte, wo neben anderen staatlichen Dienstleistungen auch die der Polizei weniger präsent ist, ist der Umgang mit den Einschränkungen oft laxer, was die Regierung wieder und wieder für die voranschreitende Ausbreitung des Virus verantwortlich macht.“

Die Fundación Pueblo versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten unter den gegebenen Umständen für und mit ihren Zielgruppen weiterhin tätig zu bleiben und sie bestmöglich zu unterstützen. Durch meine Reise nach Bolivien und den Besuch einiger Projekte konnte ich hautnah erleben, wie wichtig und nachhaltig die Arbeit der Stiftung ist für die Menschen vor Ort ist. 

Die momentane Situation ist nicht leicht für uns hier in Deutschland, aber viele Menschen in anderen Ländern ist die Situation wesentlich schwerer wie für uns. Das sollten wir nicht vergessen!

Ermutigendes für Zwischendurch - Sonntag, 3. Mai

Heute ist Offline-Tag

Alles, das wir übers Internet machen, verbraucht Energie (am schlimmsten sind leider Online-Streaming Dienste, da die Server, auf denen die Filme liegen, massig Energie verbrauchen).
Daher wollen wir euch einladen, heute mal zumindest für ein paar Stunden auf das Handy oder Sonstiges zu verzichten und die Offline-Zeit zu genießen!

Zum Beispiel mit einem entspannten Spaziergang mit einer Freundin/ einem Freund,

einem guten Buch und einer Tasse Tee

oder …

Ermutigendes für Zwischendurch - Samstag, 2. Mai

Heute wollen wir euch noch die Aktion „Ökologischer Handabdruck“ der Ev. Jugend Pfalz vorstellen:

Der „Ökologische Handabdruck“, ein Projekt des Sprecher*innenkreises (SK) der Evangelischen Jugend der Pfalz, reiht sich ein in die Kampagne #meinZukunftsklima. Damit ergänzt der SK den Beschluss des MAF 2019, in dem die Forderungen an Politik und Gesellschaft formuliert sind, dass Initiativen, (kleine) Ideen, (kleine) Vorsätze, wie jede*r von uns dazu beitragen kann, das eigene Verhalten umweltverträglicher zu machen, zu fördern und zu unterstützen sind.

Unterstützung erhält der SK von Jennifer Sieglar, Moderatorin und Autorin („Umweltliebe“ Piper 2019), die als Schirmfrau um die Teilnahme am Projekt wirbt. Jede*r kann mitmachen, wie geht das? Der SK hat eine Liste von persönlichen Maßnahmen entwickelt, die jede*r von uns umsetzen kann, wie jede*r etwas bewirken kann um ihr*sein Verhalten klimaneutraler zu machen. Es gibt die Möglichkeit anzukreuzen, welche Ziele neu umgesetzt werden sollen oder bereits umgesetzt sind. Dazu gibt es viele Vorschläge, aber auch Zeilen um eigene Ideen einzubringen. Die Rückmeldungen werden gesammelt, ausgewertet und das Ergebnis auf dem Jugendevent am 28. November 2020 in Frankenthal vorgestellt.

Wie kann ich mitmachen? Ganz einfach, den QR-Code aus dem Projektflyer dekodieren, dort den Flyer ausfüllen, auf dem eigenen Gerät speichern und an steinberg@ejpfalz. de schicken – fünf Minuten investieren und mitmachen. Oder das pdf speichern, ausfüllen und die Kopie per Mail oder Post senden. Mindestens 100 ausgefüllte Fragebögen, so formuliert der SK sein Minimalziel. Mach mit und schicke uns Deinen Fragebogen!

Was ihr euch sicher schon denken könnt: Alles, das wir übers Internet machen, verbraucht Energie (am schlimmsten sind leider Online-Streaming Dienste, da die Server, auf denen die Filme liegen, massig Energie verbrauchen).
Daher wollen wir euch einladen, mal zu überlegen, auf was ihr morgen verzichten könnt und es direkt mal auszuprobieren!

Ermutigendes für Zwischendurch - Freitag, 1. Mai

Heute hat der Mai begonnen und draußen blühen viele Pflanzen. Mit etwas Glück sieht man auch ein paar Bienen herumfliegen. In den letzten Jahren wurde es immer bekannter, was die Bienen tatsächlich leisten und dass wir ohne Bienen (und ohne künstliche Bestäubung) nicht leben könnten.

Leider gibt es immer weniger Bienen, da – vor allem der Mensch – in das natürliche Ökosystem eingegriffen hat. Doch wir können etwas dagegen tun und somit den Bienen helfen:

  1. BALKONE UND GÄRTEN BIENENFREUNDLICH BEPFLANZEN
    Wer seinen Balkon oder Garten bienenfreundlich bepflanzen will, hat viele Möglichkeiten. Bei der Pflanzenauswahl gilt: je vielfältiger, desto besser! Ein Mix aus früh, mittel und spät blühenden Pflanzenarten – mit möglichst offener Blütenform – bietet Bienen die ganze Saison über Futter. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Broschüre „Bienenfreundliche Pflanzen“ herausgegeben, die du hier herunterladen kannst. 
  2. HONIG VOM IMKER IN DER NÄHE KAUFEN – ODER SELBST MACHEN
    Wer Honig aus deutscher Produktion kauft, unterstützt heimische Imker*innen– und damit auch ihre Völker. Die meisten Bienenvölker in Deutschland werden übrigens von Hobby-Imker*innen betreut.
    Hast du Interesse daran? Bestimmt gibt es auch in deiner Nähe einen Imkerverein, der dich unterstützen kann.
    Im Landkreis Germersheim gibt es den Imkerverein Germersheim e.V.. Um Schüler*innen das Leben der Honigbienen und die Arbeit eines Imkers näher zu bringen, wurden am Johann-Wolfgang-Goethe Gymnasium und der Richard-v.-Weizsäcker Realschule Plus je zwei Bienenvölker auf dem Schulgelände aufgestellt.
    Im Gymnasium wird das Bienen-Projekt im Wahlfach MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) angeboten und in der Realschule in Form einer Arbeitsgemeinschaft der „Bienen-AG“.
  3. NISTMÖGLICHKEITEN FÜR WILDBIENEN SCHAFFEN
    Etwa drei Viertel der Wildbienenarten nisten im Erdboden und benötigen besonnte, wenig bewachsene Bodenstellen aus sandigem bis hin zu lehmigem Substrat. Gerne werden auch Hügel und senkrechte Kanten besiedelt. Als Insektenhotel für weitere Arten genügt schon ein einfacher Klotz aus Hartholz, in den man Gänge von 5 bis 10 cm Tiefe und 2 bis 8 mm Durchmesser bohrt. Auch zusammengebundene Bambusrohre und hohle Pflanzenstängel in diesen Durchmessern eignen sich gut.
    Eine Anleitung, wie du ein Insektenhotel selbst bauen kannst, findest du hier bei Smarticular.

Wenn du noch mehr über Bienen und ihren Schutz erfahren möchtest, dann schau dir folgende Internetseiten an:

https://www.bienenfuettern.de (vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)
https://www.beebetter.de/ (Initiative #beebetter)

Es gibt auch noch eine DIY-Idee zum Schutz von Bienen, für die du keinen Garten oder Balkon brauchst - Mit sogenannten Seedbombs (Samenbomben) kannst du der Natur helfen, sich ein Stück Land zurückzuerobern. Die Anleitung findest du im Video. Ihr braucht für ca. 5 Kugeln:

  • 5EL Blumenerde

  • 1EL Blumenmischung (bei manchen steht auch extra etwas bienenfreundliches drauf)

  • 5EL Tonerde (z.B. Heilerde aus der Drogerie oder Lehm)

  • Und etwas Wasser

Einfach vermischen, kleine Kugeln formen und gut trocknen lassen am besten 2 Tage.

Zum Verschenken z.B. in ein kleines Stück Stoff einpacken und mit einem Band zubinden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Ermutigendes für Zwischendurch - Donnerstag, 30. April

Zero Waste

226,5 kg Verpackungsmüll verursacht jeder Mensch pro Jahr in Deutschland rechnerisch (Zahlen von 2017). Wir als private Verbraucher hatten daran einen Anteil von 47 Prozent oder 107 Kilogramm pro Kopf. Ich finde das ganz schön viel… Dass ein Großteil davon in die Meere gelangt und dort Tiere und Pflanzen schädigt, habt ihr sicher schon gehört.

Aber habt ihr euch schon mal überlegt, ob ihr auf Plastik komplett verzichten könntet, „Zero Waste“ also? Ganz ohne Plastik ist es schon nicht einfach, aber in dem Video von Mai, das ihr hier seht, könnt ihr ihre Erfahrungen beim Reduzieren von Plastik mitverfolgen. Kleiner Tipp: Unverpackt Läden gibt es mittlerweile zum Beispiel in Karlsruhe, Landau, Speyer,…

Einen Tipp für das Vermeiden von Plastik gibt es auch direkt von uns, nämlich ein Rezept für selbst gemachten Eistee, den ihr auch für unterwegs machen könnt, und für den ihr keinen Tetrapak oder Plastikflasche kaufen müsst.

Hier ist das Rezept für Eistee:

Für 1,5 Liter klassischen Eistee benötigst du:

  • drei Beutel Schwarztee oder ca. 10g losen Tee
  • eine Zitrone
  • ca. 500 ml Eiswürfel/Crushed Ice (je mehr, desto besser)
  • Zucker oder ein anderes Süßungsmittel
  • kochendes Wasser
  1. Als erstes ein Tee-Konzentrat herstellen. Gib dafür drei Teebeutel oder den losen Tee (im Beutel) in eine Tasse.
  2. Anschließend gibst du noch das Süßungsmittel dazu. Wie viel du verwendest, hängt davon ab wie süß der Eistee später werden soll. Nimm am Anfang lieber etwas weniger, später kannst du immer noch nachsüßen.
  3. Nun gießt du vorsichtig kochendes Wasser dazu, bis die Tasse voll ist.
  4. Lass alles drei Minuten lang ziehen, bis du ein starkes Schwarztee-Konzentrat hast.
  5. In dieser Zeit kannst du schon einmal die Eiswürfel in ein stabiles Gefäß füllen. Spare nicht am Eis, denn der Tee muss schlagartig herunterkühlen – sonst wird er bitter.
  6. Nach drei Minuten gießt du den Tee über die Eiswürfel und verrührst Tee und Eis gut miteinander.

Dann gibst du den Saft einer Zitrone dazu, rührst noch einmal um und füllst einen halben Liter kühles Leitungswasser dazu.

Schon ist dein Eistee fertig und du kannst ihn in eine Glaskaraffe füllen und ausschenken.

Tipp: Besonders schön sieht der Eistee mit einer halben Zitronenscheibe aus!

 

Ermutigendes für Zwischendurch - Mittwoch, 29. April

Faire Kleidung & Upcycling

Fast Fashion – Sicher habt ihr den Begriff schon mal gehört. Er steht dafür, dass viele Unternehmen mehr Kleidung produzieren, als verkauft werden kann. Die Angebote sind günstig und so fällt es einem oft schwer, zu widerstehen. Aber die Qualität ist meist so schlecht, dass die Kleidung nicht lange hält – und schnell im Müll landet.

Was man bei den günstigen Preisen schnell mal vergisst ist, dass dafür Menschen in Entwicklungsländern unter meist schlechten Arbeitsbedingungen hart arbeiten müssen und ihre Gesundheit v. a. durch die Chemikalien, die für das Färben verwendet werden, stark geschädigt wird.

Aber was können wir dagegen tun? Es gibt viele nachhaltige Marken, die teilweise auf unterschiedliche Dinge (Haltbarkeit, CO2 , Recycelt, Schadstofffreiheit,…) Wert legen. Wir wollen keine bestimmte empfehlen, aber auf der Seite www.avocadostore.de kann man sich einen ersten Überblick über viele Marken verschaffen und über die Filter angeben, welche Art von Nachhaltigkeit einem am wichtigsten ist. Sie sind unterschiedlich teuer, aber auch sie bieten immer wieder Angebote an, um nicht verkaufte Waren nicht wegschmeißen zu müssen. Der Unterschied dabei ist, dass sie nicht ständig neue Kollektionen herausbringen.

Wenn ihr euch momentan nur wenig oder gar kein Teil dort leisten könnt (sie sind zugegebenermaßen teilweise recht teuer), gibt es auch noch gute Alternativen für nachhaltigen Kleidungskonsum:

Fang damit an, deine Kleidung, die du schon seit langer Zeit nicht mehr trägst oder die dir nicht mehr gefällt, auszusortieren. Hier findest du unterschiedliche Möglichkeiten, wie sie einen neuen Sinn oder Besitzer bekommen können. Denn: das nachhaltigste Kleidungsstück ist immer noch eines, das gar nicht erst gekauft wird.

  • Tauschbörsen, wie z.B. Kleiderkreisel (eine Online-Börse, bei der du Kleidungsstücke verkaufen, aber auch kaufen kannst)
  • Am Besten sind aber immer noch Kleidertauschpartys, die du mit deinen Freunden feiern kannst, zumindest wenn die Ausgangsbeschränkungen dementsprechend gelockert sind:
    meist haben Freunde einen ähnlichen Geschmack und vielleicht freut sich jemand von deinen Freunden noch über ein Kleidungsstück, das du schon lange nicht mehr anhattest?
    Solche Veranstaltungen werden auch immer wieder öffentlich angeboten, z.B. in Karlsruhe, Landau oder Speyer. Je mehr Menschen daran teilnehmen, desto mehr Auswahl gibt es.
  • Oder vielleicht habt ihr ja auch mal Lust, etwas selbst zu nähen oder umzunähen? Im Internet gibt es viele Ideen, die auch für Anfänger gut geeignet sind.

Wir haben für euch heute eine Idee, wie ihr super leicht in 7 Minuten aus einem T-Shirt eine Tasche machen könnt, ganz ohne Nähen:

Upcycling: Tasche aus T-Shirt

Ihr braucht dazu:

  • ein T-Shirt
  • Schere
  • Lineal
  • Bleistift
     

Die Anleitung dazu findet ihr hier bei Smarticular, wo es auch noch viele andere nachhaltige Ideen gibt.

Ermutigendes für Zwischendurch - Dienstag, 28. April

Leckere nachhaltige Schoko-Crème als Aufstrich selbst machen

Wer liebt sie nicht, eine leckere Nuss-Nugat oder Schokocreme? Obwohl sie meist im Glas angeboten wird, ist sie leider oft nicht besonders umweltfreundlich in der Herstellung. Meist wird Palmöl oder Palmfett verwendet, das auf eine Art und Weise hergestellt wird, die weder klimafreundlich noch gut für die Umwelt ist. Meist wird dafür gesunder Regenwald abgeholzt oder sogar abgebrannt. Damit nimmt man den Tieren und Pflanzen dort ihren natürlichen Lebensraum weg. Unter anderem aus diesem Grund ist Palmöl so umstritten. Außerdem besteht Nutella zur Hälfte aus Zucker, was man aber für einen guten Geschmack gar nicht braucht, denn…

wir haben für euch eine gute Alternative:
Ihr könnt euch eine eigene Schoko-Crème machen, die ihr mit gutem Gewissen genießen könnt! Ihr braucht auch nur 3 statt der langen Liste mit fast unaussprechlichen Zutaten üblicher Schoko-Crèmes. Und keiner kann sagen, diese Schoko-Crème wäre nicht gesund…

Von Schoko-Crèmes allein kann man aber nun mal nicht leben. Wir brauchen u. a. auch Vitamine, die vor allem in Obst und Gemüse enthalten sind. Wir wollen euch mit diesem Saisonkalender zeigen, welche Lebensmittel es bei uns in der Region wann gibt. Denn wie ihr sicher wisst, hat auch vor allem der Import von Lebensmitteln einen sehr negativen Einfluss auf unsere Klimabilanz. Hier findest du zusätzlich Übersichten für die einzelnen Monate mit Rezeptvorschlägen.

Hier kommt aber erstmal das Rezept für die Schoko-Crème, du brauchst dafür:

  • 200 g Nussmus, um dem Original am nächsten zu kommen Haselnussmus, aber vielleicht schmecken euch andere, z. B. Mandelmus, besser? (erhältlich im Bioladen, Drogerie oder online)
  • 4 EL Rohkakao (erhältlich im Bioladen, in manchen Drogerien oder online) (notfalls geröstet, aber nur schwach entölt)
  • 2 EL flüssigen Honig (am besten vom Imker), alternativ eine vegane Zuckeralternative wie z. B. Kokosblütensirup


Und das Beste daran: Du brauchst keinen Mixer, einfach die Zutaten mischen und genießen!
Tipp: Am besten im Aufbewahrungsglas mischen, damit die Crème nicht nochmal umgefüllt werden muss, schließlich ist sie sehr klebrig. Fertig ist die leckere selbstgemachte Schoko-Crème!

Diese selbst gemachte Schoko-Crème ist zwar etwas teurer als die im Supermarkt erhältlichen, dafür besteht sie aber auch nur aus den besten Zutaten und verzichtet auf Zucker und Palmöl!
Aufgrund der wenigen Zutaten ist sie auch nicht ganz so cremig wie die gekauften, aber wenn ihr sie etwas wärmt, z.B. im Topf oder in der Mikrowelle, wird sie cremiger! Ich habe sie selbst getestet und bin wirklich zufrieden!

Das ursprüngliche Rezept stammt von Smarticular, hier ist das Original-Rezept
Hier findest du das Rezept inkl. der Variante für das selbst gemachte Nussmus zum Download.

Alternative für Nussmus

Wenn du kein Nussmus bekommst oder es zu teuer ist kannst du es auch einfach selbst herstellen, dafür benötigst du allerdings einen Standmixer.
Nehme ca. 300g Nüsse oder Mandeln ohne Haut.
Bei Nüssen mit Haut entweder mit Hilfe von kochendem Wasser Schale abpellen: Im heißen Wasser fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, dann Wasser abgießen und die Nüsse mit kaltem Wasser abschrecken, in ein sauberes Handtuch geben und von außen kräftig reiben. Dadurch löst sich schon bei den meisten Kernen die Haut. Bei den anderen kannst du durch Drücken etwas nachhelfen. Lass die geschälten Nüsse über Nacht einweichen, schütte das Wasser weg und spüle sie nochmal ab.
Oder wenn die Schale nicht stört bei 180°C Umluft für ein paar Minuten (längstens für ca. 10 Minuten) im Ofen rösten.

Gib sie nach dem Einweichen/Rösten in einen Standmixer. Langsam starten und auf der kleinsten Stufe mixen, nur langsam erhöhen. Dann auf mittlerer Stufe ca. 10-15 laufen lassen. Immer wieder stoppen und von vorne beginnen bis klein gehackte Nüsse/Nussmehl entstanden ist. Immer wieder mit dem Spatel/Löffel umrühren.
Den ganzen Vorgang wiederholen und danach auf der höchsten Stufe für etwa eine Minute laufen lassen. Kurz den Mixer abschalten. Pausen sind extrem wichtig, da dann erst das Öl austreten kann. Auch für den Mixer ist das wichtig, damit er nicht überlastet wird. Mind. 5-10 Minuten warten und dann noch 3-4 Minuten von der kleinsten bis zur höchsten Stufe mixen. Nun sollte das ausgetretene Öl schon deutlich zu sehen sein. Wenn gar nichts mehr geht: 1-2 EL Kokosöl hinzugeben und nochmals versuchen. Gut mit einer Gabel/ einem Schaber umrühren.

Hier kannst du dir noch ein Video ansehen, welche Auswirkung die Auswahl unserer Lebensmittel hat: Rettet vegane Ernährung das Klima? | Was kann ich gegen den Klimawandel tun? Mit Mai von MaiLab.

Ermutigendes für Zwischendurch - Montag, 27. April

#meinZukunftsklima – Höchste Zeit zum Handeln

Seit Anfang des Jahres läuft die Kampagne #meinZukunftsklima – Höchste Zeit zum Handeln. Was Klimaschutz angeht, ist es „fünf vor zwölf“ und höchste Zeit zum Handeln.

Aber was können wir in unserem normalen Alltag fürs Klima tun? Bzw. was tun wir schon fürs Klima und was nehmen wir uns vor, zu tun? Vieles, womit wir die Umwelt schonen können, ist uns allen bekannt: Das Licht ausschalten, wenn wir aus einem Raum gehen, den Stecker ziehen, wenn kein Strom benötigt wird, beim Heizen nur stoßlüften…
Diese Woche wollen wir euch aber mit besonderen Ideen versorgen, wie ihr euren ökologischen Fußabdruck etwas reduzieren könnt und dabei nicht auf Leckereien und schöne Kleidung sowie praktische Dinge verzichten müsst, wie ihr sogar Gutes tun, also euren ökologischen Handabdruck verbessern könnt!

Was ihr euch schon mal besorgen könnt: 

  • Dienstag: 2EL Honig, 4EL ungerösteter Kakao, 200g Nussmus (mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen, oder selbst gemacht, was auch deutlich günstiger ist: ca. 300g Nüsse/Mandeln ohne Schale, zur Verarbeitung über Nacht in Wasser einweichen und danach mixen) Bei der Verwendung von fertigem Nussmus wird kein Mixer benötigt.
  • Mittwoch: ein aussortiertes T-Shirt, wenn es ein kleines Loch hat, ist es nicht so schlimm, aber besser kein großes, Schere
  • Donnerstag: drei Beutel Schwarztee oder ca. 10g losen Tee, eine Zitrone, ca. 500 ml Eiswürfel/Crushed Ice (je mehr, desto besser), Zucker oder ein anderes Süßungsmittel
  • Freitag: Blumensamen, Garten oder Blumentopf mit Erde

Sonst braucht ihr keine besonderen Gegenstände oder Werkzeuge, ihr habt vermutlich alles zuhause. Die Ideen sind einfach umsetzbar

Jeder kann selbst entscheiden, was er oder sie verändern kann, aber jede Kleinigkeit ist ein Schritt in die richtige Richtung und hat eine Auswirkung, vor allem, wenn man die Ideen weitergibt!

Mehr Infos zur Kampagne:

Die Evangelische Jugend der Pfalz hat sich entschieden, in Kooperation mit Brot für die Welt am gemeinsamen Ziel zu arbeiten, die Natur zu schützen und unsere Erde als intaktes Ökosystem für kommende Generationen zu erhalten.
Mit #meinZukunftsklima will die Evangelische Jugend der Pfalz einen Beitrag dazu leisten, den Klimawandel und seine Folgen für Mensch und Natur einzudämmen.

So können Gruppen aber auch Einzelpersonen mitmachen:

  • Eine Aktionsbox im Landesjugendpfarramt in Kaiserslautern bestellen oder abholen und bei Bedarf weitere Informationen zur Kampagne unter www.ejpfalz. de/meinzukunftsklima abrufen,
  • Ein Projekt zum Klimaschutz entwickeln, vorbereiten und durchführen,
  • Klimaleuchten“ als Symbole für die durchgeführten Projekte gestalten,
  • Das Klimaprojekt am besten mit Foto melden (Homepage)
  • Am Abschlussevent von #meinZukunftsklima am 28.11.2020 Frankenthal mit einem Konzert von Glasperlenspiel teilnehmen.

Ziel der Organisator*innen ist es, dass im Laufe des Jahres 100 oder mehr kleine und größere Klimaprojekte stattfinden, die durch Klimaleuchten symbolisiert und am 28.11.2020 in Frankenthal auf der Abschlussveranstaltung von #meinZukunftsklima präsentiert werden. Wir hoffen, dass diese stattfinden kann!

Natürlich wissen wir, dass es momentan nicht möglich ist, sich mit mehreren Personen zu treffen und wollen euch auch nicht dazu verleiten - Vielleicht könnt ihr aber auch über Chats und Videotools Ideen austauschen und abwechselnd daran arbeiten.

Hier könnt ihr euch auch noch eine Challenge ansehen: Klimaneutral leben – geht das? | Was kann ich gegen den Klimawandel tun?

Ermutigendes für Zwischendurch - Sonntag, 26. April

Gedenktag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl

Heute vor 34 Jahren, am 26. April 1986, kam es zu einer der größten Umweltkatastrophen überhaupt. Im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Nähe der Stadt Prypjat in der heutigen Ukraine (damals Sowjetunion) kam es als Folge einer Kernschmelze und Explosion im Kernreaktor Tschernobyl Block 4 zu einer nuklearen Katastrophe.

Die bei dieser Katastrophe freigesetzte Strahlung ist noch immer nachweisbar (auch in Deutschland) und wird, vor allem in der Region um Tschernobyl noch unvorstellbar Lange die Umwelt schädigen. Wie viele Menschen damals ums Leben kamen bzw. wie viele an den Folgen dieser Nuklearkatastrophe gestorben sind oder darunter leiden, ist bis heute nicht genau bekannt.
Um den explodierten Reaktor haben zahllose Helfer einen Sarkophag aus Beton errichtet. Da dieser mit den Jahren immer mehr Risse etc. bekam wurde von 2010 bis 2016 eine weitere Schutzhülle gebaut und anschließenden darüber geschoben und bis 2019 fertiggestellt.

Wenn du nun denkst, dass dich das alles nicht betrifft, weil wir sind hier in Deutschland und sehr weit weg, dann muss ich dich leider enttäuschen. Kurz nach dieser Katastrophe hat es in einigend Regionen Deutschlands geregnet. Dieser Regen war radioaktiv und durch diesen radioaktiven Regen gelangten viele radioaktive Stoffe in den Boden, die noch lange nachweisbar sein werden. Aus diesem Grund wir z.B. bis auf den heutigen Tag das Fleisch von Wildschweinen, die bestimmte Trüffelarten gerne fressen (die allerdings radioaktive Stoffe enthalten können), überprüft bevor es verkauft bzw. verzehrt werden darf.
Mit den Nachwirkungen dieser Katastrophe haben nicht nur die Menschen in der Gegend um Tschernobyl herum zu leben, sondern auch wir!

Auch wenn bei der Erzeugung von Atomstrom kein Kohlendioxid entsteht und dies im Vergleich zum Strom aus Kohlekraftwerken „umweltfreundlicher“ ist, sollten wir nie vergessen, dass bei der Erzeugung von Atomstrom radioaktivverseuchter Müll entsteht, der noch weit über unsere Lebenszeit und die unserer Kinder und Enkel hinweg strahlen wird.
Deutschland hat den Ausstieg aus der Atomenergie schon lange beschlossen und viele Atomkraftwerke (z.B. Phillippburg) sind schon vom Netz. Doch noch sind es nicht.

Die Sicherheitsstandards in Deutschland sind wesentlich höher, als sie es 1986 in Tschernobyl waren und wir können nur hoffen, dass solch eine nukleare Katastrophe nie wieder passiert.

Was an diesem Gedenktag ermutigend sein soll, ist nicht auf den ersten Blick zu sehen. Ermutigend ist, dass man aus dieser Katastrophe gelernt, Sicherheitsstandards erhöht und mit dem Ausstieg aus der Atomkraft begonnen hat. Dies sollten wir nie vergessen und uns weiterhin dafür einsetzen, dass nicht auf Atom- und Kohlekraft gesetzt sondern die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden!

P.S. Auf dem Bild könnt ihr die Überreste eines Jahrmarktes stehen, der in jetzigen Sperrzone rund um Tschernobyl war und verlassen werden musste. Nach und nach holt sich die Natur zurück.

Ermutigendes für Zwischendurch – Samstag, 25. April

Für alle, die zurzeit die Mitarbeiter*innen-Ausbildung machen, wäre dies ein besonderes Wochenende, denn gestern hätte das Grundkurs-Wochenende begonnen. Leider ist uns da ein Virus dazwischengekommen. Natürlich werden wir dieses ausgefallene Modul wieder anbieten. Wann das allerdings sein wird, das können wir im Moment noch nicht sagen.

Als kleinen Vorgeschmack und zur „Vorbereitung“ auf dieses Modul, habe ich euch ein kleines Projekt- bzw. Freizeitplanungsquiz mitgebracht (Achtung: bei manchen Fragen sind mehrere Antworten richtig!):

1. Worauf muss ich achten, wenn ich ein Projekt/Freizeit planen möchte?

  • Ziel des Projektes/der Freizeit
  • Veranstaltungsort
  • Art der Maßnahmen (Projekt, Gruppenstunde, Freizeit etc.)
  • Zielgruppe
  • Termin

2. Welche organisatorischen Fragen müssen bei einer Freizeitplanung zuerst geklärt werden?

  • Vorbereitungstreffen mit den Teilnehmenden
  • Termin
  • Veranstaltungsort
  • Elternbrief schreiben
  • Unterbringungsart (Haus, Zelt, …)
  • Hin- und Rückfahrt
  • Möglichkeiten vor Ort
  • Werbung
  • Verpflegungsart (Selbst- / Fremdverpflegung)

3. Was muss bei der Zusammenstellung des Betreuer*innen-Teams beachtet werden?

  • Anzahl der benötigten Betreuer*innen
  • Wohnort der Betreuer*innen
  • Leitung des Teams
  • Aufgabenverteilung
  • JuleiCa-Inhaber*innen

4. Welche Fragen müssen bei der inhaltlichen Vorbereitung auf jeden Fall geklärt werden?

  • Was soll während der Freizeit laufen?
  • Welche Punkte passen zu Alter und Gruppengröße?
  • Wie groß sind die Schlafmöglichkeiten?
  • Welche Möglichkeiten habe ich vor Ort?
  • Welche finanziellen Möglichkeiten gibt es?
  • Welches Material ist notwendig?
  • Wer macht was? (Verantwortliche*r)
  • Wo ist das nächste Schwimmbad/der nächste Strand?

5. Worauf muss ich bei der Finanzplanung achten?

  • entstehende Kosten
  • Einnahmen zur Kostendeckung
  • Zuschussmöglichkeiten
  • Teilnahmebeitrag
  • weiteren Finanzierungsmöglichkeiten
  • gar nichts

6. Wie komme ich an Teilnehmende für ein Projekt/eine Freizeit?

  • Persönliche Ansprache
  • Flyer
  • Werbung im Kino
  • Pressemitteilung
  • Social Media
  • Die Freizeit wird so gut, da muss man keine Werbung machen!

Vielleicht waren die Fragen viel zu einfach für dich, vielleicht war ja die ein oder andere dabei, zu der du gerne mehr wissen würdest. Alle diese Fragen (und noch ein paar mehr) sollten vor einer Freizeit oder bei der Planung eines Projektes (da sind es nicht alle) geklärt werden und sind daher auch für die Kinder- und Jugendarbeit sehr wichtig.

Die korrekten Antworten auf die Fragen, findest du hier.

Wer alle Fragen richtig beantworten konnte, der/die ist gut auf eine Projekt-/Freizeitplanung vorbereitet. Herzlichen Glückwunsch!

Wer nicht alle Fragen richtig beantworten konnte, der/die sollte auf jeden Fall den Grundkurs 3 machen, denn dort werden wir klären, warum diese Punkte so wichtig sind. Außerdem dürft ihr in diesem Modul das Gelernte praktisch anwenden und etwas planen…

Wir freuen uns jetzt schon auf dieses Grundkurs-Wochenende (ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben) und darauf, euch alle mal wieder zu sehen (vielleicht auch mal per Videotool)!

Ermutigendes für Zwischendurch – Freitag, 24. April

Macht mit beim dritten weltweiten Klimastreik #NetzstreikFürsKlima

Auch wenn die Corona-Pandemie scheinbar eine Pausetaste für den Klimawandel ist, so trügt der schöne Schein doch! Denn der Klimawandel geht weiter, er wartet nicht, bis die Corona-Pandemie zu Ende ist. Im Gegenteil: die Zusammenhänge zwischen beiden Krisen sind offensichtlich. Deshalb unterstützt die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend in Deutschland (aej), zu der auch wir gehören, im Bündnis mit anderen Sozial-, Umwelt- und Klimaschutz-Organisationen den dritten weltweiten Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung am heutigen 24. April.

Weil Klimaschutz-Demonstrationen mit Millionen Teilnehmenden aktuell nicht möglich sind, wird der Streik erstmals rein virtuell als Livestream organisiert.
Wir bitten Euch, den Aufruf über Ihre und Eure Kanäle zu kommunizieren. Alle Informationen, der Aufruf und die Möglichkeit, sich als Teilnehmer*in einzutragen sind hier zu finden: #NetzstreikFürsKlima.

Ermutigendes für Zwischendurch - Donnerstag, 23. April

UNESCO-Welttag des Buches

Am 23. April 2020 ist es wieder so weit: Deutschlandweit feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am UNESCO-Welttag des Buches ein großes Lesefest. Eine regionale Tradition ist zu einem internationalen Ereignis geworden: 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

Anstelle von Aktionen in Büchereien, Buchhandlungen und Schulen werden einige Online-Aktionen angeboten. Eine der Aktionen, zu der wir auch aufrufen möchten, ist die der Stiftung Lesen:
Die Stiftung Lesen ruft auf Instagram, Facebook und Twitter dazu auf, am Welttag des Buches Lieblingssätze aus Büchern „zu verschenken“.
Dabei gibt es auch etwas zu gewinnen. Also greife dir dein Lieblingsbuch und suche Sätze heraus, bei denen du das Gefühl hast, dass alle sie kennen müssen. Viel Spaß dabei!

Ermutigendes für Zwischendurch – Mittwoch, 22. April

Heute ist Earth Day – Tag der Erde

Vor 50 Jahren wurde der erste Internationale Tag der Erde (Earth Day) begangen. Seitdem wird dieser Tag alljährlich am 22. April in über 175 Ländern begangen. Der Earth Day soll die Wertschätzung für die natürliche Umwelt stärken und dazu anregen, die Art des Konsumverhaltens zu überdenken. Jedes Jahr hat der Earth Day einen bestimmten Schwerpunkt und ein Motto. „StadtNatur: vernetzt, klimaaktiv, lebenswert - lasst die Städte blühen!“ ist in diesem Jahr das Earth Day-Jahres-Motto.

Ein Song, der meiner Meinung nach, unglaublich aktuell ist, auch wenn er schon 25 Jahre alt ist, ist der „Earth Song“ von Michael Jackson. Dieser Song beschäftigt sich mit den ökologischen Aspekten, aber auch mit anderen Themen, welche die Erde betreffen (z.B. Krieg). „What have we done to the world? Look what we’ve done“ – „Was haben wir der Welt angetan? Schau was wir getan haben“ will uns klarmachen, wie zerstörerisch und rücksichtslos der Mensch zum Teil mit der Welt umgegangen ist und umgeht.

Auch wenn die Erde zurzeit „still steht“ und ihr dies auch gut tut, wird dies kein Dauerzustand bleiben. Vielleicht hilft dieser unverhoffte und ungebetene Stillstand sogar unserer Erde eine Verschnaufpause zu gönnen. Wir wissen es nicht. Aber wir hoffen es. Darauf ausruhen sollten wir uns allerdings nicht. Wir können jetzt die Chance nutzen um bei uns selbst zu schauen, was wir dafür tun können um das Klima zu schonen, Plastikmüll zu vermeiden, nachhaltig und regional einkaufen, bienenfreundliche Blumen pflanzen usw.

Man kann selbst einiges tun um seinen eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Einige interessante Tipps könnt ihr auf der Homepage des WWF und bei Utopia finden.

Lasst uns diese Zeit des Stillstandes nutzen um etwas für die Zukunft dieser Erde zu tun, denn es gibt keine Zweite! Daher sollten wir nicht nur heute auf unsere Erde achten, sondern an jedem Tag!

Wenn du eine Idee hast, was jede*r von uns zur Verbesserung der Umwelt, des Klimas usw. tun kann, dann schreib uns (per Mail, WhatsApp, Instagram).

Ermutigendes für Zwischendurch – Dienstag, 21. April

Kennt ihr den Song „You never walk alone“? Er ist schon etwas älter (geschrieben wurde er 1945 für ein Musical), aber im Moment ist er aktueller denn je. „You never walk alone“ ist zu einer Art „Hymne“ dafür geworden, dass wir zusammenstehen, nicht alleine gehen. Ein niederländischer Radiomoderator hat dazu aufgerufen, als Zeichen der Solidarität gemeinsam diesen Song zu singen. Viele Menschen haben dies getan und über 180 Radiostationen in über 30 Ländern haben sich dem angeschlossen und am 20. März um 8:45 Uhr „You never walk alone“ gespielt, auch einige Sender bei uns hier.

„You never walk alone“ kennen viele aus den Fußballstadien. „Ihr seid nicht allein, wir stehen hinter euch“, singen die Fans ihrer Mannschaft zu. „You never walk alone“ – du wirst nie alleine gehen. Das ist ein Song, ein Text, der so gut in die heutige Zeit, die aktuelle Lange passt, wie kein zweiter. Die Menschen halten im Moment viel mehr zusammen, unterstützen sich gegenseitig.

So etwas hat es schon lange nicht mehr gegeben. Und auch wenn wir nicht wissen, wie das ganze weitergehen wird, wann „Normalität“ wieder möglich ist, so wissen wir doch, dass wir nie alleine sind.

Ob Fußballfans ihren Mannschaften zusingen „You never walk alone“ oder ob wir in dieser Krisensituation uns gegenseitig zusagen, dass wir die Wege nicht alleine gehen müssen, das Lied gibt Hoffnung. Gemeinsam werden wir diese Krise überstehen, wenn wir zusammenhalten und aufeinander aufpassen, dann schaffen wir das!

Der niederländische Radiosender, der die oben erwähnte Aktion ins Leben gerufen hat, hat von dem einmaligen Moment ein Video veröffentlicht, wie die Menschen in ganz Europa am Freitag um 8:45 Uhr mitgesungen und gefeiert haben.

Viel Spaß beim Reinhören und seid gewiss: „You never walk alone“

P.S. Wenn ihr Hilfe oder Unterstützung braucht, dann meldet euch bei uns!

Ermutigendes für Zwischendurch – Sonntag, 19. April

Der Predigttext für diesen Sonntag (Jesaja 40, 26-31) führt mir mal wieder vor Augen, warum mir mein Glaube so wichtig ist, nicht nur in diesen schweren Zeiten. „Aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Jes 40,31) ist einer der Verse, die uns in dieser Zeit Mut und Zuversicht schenken können.
Ich bin zurzeit viel im Internet unterwegs und bin dabei auch auf die Homepage der Deutschen Bibelgesellschaft gestoßen. Unter der Rubrik „Bibelverse zur Stärkung“, die trösten, ermutigen und stärken sollen, habe ich viele Verse gefunden, die mir Kraft gegeben haben und geben. Unter diesen Versen ist auch der oben genannte Vers aus dem Predigttext. Es ist ein Hoffnungswort, dass nicht nur den Menschen, denen es damals zugesprochen wurde, das Warten erleichtern sollte.
Auch wir warten, wir hoffen auf bessere Zeiten. Weg von sozialer Distanz hin zum gemeinsamen Feiern.
So schwer uns das im Moment auch fallen mag – und da nehme ich mich nicht raus – umso mehr sollten wir auf das Positive schauen, das sich in diesen Tagen zeigt: Man achtet wieder mehr auf den Nächsten, man versucht füreinander da zu sein, auch wenn man dies auf Distanz tun muss, usw. Vielleicht hat man auch mal wieder Zeit mit jemandem zu schreiben, zu telefonieren, den man vielleicht schon sehr lange nicht mehr gesehen oder gesprochen hat. Wie gut das tut, das habe ich in letzter Zeit öfter gemerkt. Vor allem wenn ich eine Nachricht auf dem Smartphone lese, mit der ich nicht gerechnet hätte. Und auch ich versuche mich mal wieder bei den Menschen zu melden, die schon lange nichts mehr von mir gehört haben. Man hat einfach Zeit für andere Dinge als im normalen Alltag. Zeit zum Lesen von Büchern, die schon lange gelesen werden möchten, oder für ein Hobby, das man vernachlässigt hat. All diese positiven Dinge sollen uns das Warten bzw. das Harren, wie es im Predigttext heißt, erleichtern.
Gott gibt uns die Kraft dafür und ich glaube fest daran, dass wir in gewisser Weise gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden. Trost, Mut und Zuversicht können uns dabei Verse aus der Bibel geben, so wie es Psalm 23, den viele kennen, immer wieder tut, denn „ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ (Psalm 23, 4).

Das Bild, das ihr hier seht, hat mir Katharina, ohne zu wissen, dass ich dazu gerade etwas geschrieben hatte, geschickt. Vielen herzlichen Dank dafür!
Zu ihrem Bild hat Katharina folgendes geschrieben:

„Dieser Spruch [Jesaja 40,31] hat mich in letzter Zeit sehr bewegt und mir Kraft gegeben. Es ist mein Konfirmationsspruch, aber für mich ist es nicht nur ein Spruch, sondern eher ein Vers, der zu meinem Lebensmotto wurde. Die Kirchen haben geschlossen und nun bleibt uns nur noch der Glaube. Es ist verdammt schwer in diesen Zeiten, in denen es in den Nachrichten nur so von schlechten Krankheitszahlen wimmelt. Arbeitsplätze und das Soziale leben auf dem Kopf stehen, Hoffnung zu finden. Aber es gibt sie. Wenn wir auf Gott vertrauen schöpfen wir Hoffnung. Am Anfang fällt es schwer sie zu finden, vor allem in diesen Zeiten. Aber umso mehr man vertraut umso mehr schöpft man Kraft. Diese Kraft beflügelt und lässt uns diesen Lebensweg weitergehen. Aber wir werden nicht matt denn unser Glaube beflügelt die Seele und lässt uns immer weitergehen. So lass auch diesen Vers zu deinem Lebensmotto werden, sodass er dir Kraft schenkt, so wie er es bei mir ist.“

Ermutigendes für Zwischendurch - Freitag, 17. April

Heute gibt es wieder eine DIY-Idee für euch –vielleicht für ein Muttertagsgeschenk?

Was ihr dafür braucht:

Ihr braucht vor allem leere Eierkartons, von denen ihr wahrscheinlich alle noch welche von Ostern zuhause habt.

Außerdem braucht ihr Wasserfarben, Pinsel, Schere, Flüssigkleber.

Je nachdem ob ihr die Blüten an einem Zweig befestigen wollt, braucht ihr Zweige, eine Vase (Flasche) und am besten eine Heißklebepistole, es geht aber auch mit Flüssigkleber und etwas Geduld.

Bei einer Lichterkette braucht ihr zusätzlich nur eine Lichterkette mit LED.

 

So geht's:

Zum Ausschneiden der Blüten könnt ihr euch an dem Bild orientieren: Wenn euch die Blüte mit wenigen Blättern außen gefällt, reicht es, wenn ihr eine Außenecke des Eierkartons als Grundlage nehmt und zuschneidet. Wenn ihr lieber mehr Blätter wollt, könnt ihr auch das runde Stück eines Außenecks ausschneiden und darauf einzeln ausgeschnittene Blütenblätter kleben.

Bei beiden wird dann noch die zu einer Blüte zugeschnittene Spitze eines Eierkartons als Mitte mit der Spitze nach unten eingeklebt. Dadurch, dass die Spitze länger ist, müsst ihr relativ viel davon abschneiden.

Bemalt die Blüten in der Farbe, die euch gefällt. Mit Deckweiß gemischt sind die Farben meist blütenähnlicher. Gut trocknen lassen und nach ein paar Stunden ineinander kleben.

Wenn ihr die Blüten über eine Lichterkette stülpt bohrt vorher mit der Schere ein Loch in die Blüte und drückt einzeln die Lämpchen durch.

Viel Spaß damit, vielleicht könnt ihr auch anderen eine Freude damit machen! 

Ermutigendes für Zwischendurch – Donnerstag, 16. April

Vielleicht geht es euch ja wie mir und euch fällt, vor lauter Homeoffice oder Schularbeiten (habt ihr eigentlich Ferien?), die Decke auf den Kopf. Deshalb gehe ich einmal am Tag für etwa eine Stunde nach draußen. Ob Spazieren gehen, walken, joggen oder Fahrrad fahren ist egal, Hauptsache raus. Dabei habe ich gestern entdeckt, dass die ersten Reben schon austreiben und habe das auch gleich fotografiert. Sowas zeigt mir mal wieder, dass sich die Welt weiterdreht, trotz Corona!

Eine andere Möglichkeit mich abzulenken und mir und anderen etwas Gutes zu tun ist das Backen für mich. Ich habe also kurzerhand mal zwei Kuchen gebacken und zum größten Teil verschenkt. Der eine Kuchen ist ein Regenbogenkuchen, passend zu den Regenbogenbildern von Kindern, die vielerorts in den Fenstern hängen. Hier könnt ihr das Rezept herunterladen.
Viel Spaß beim Backen!

Ermutigendes für Zwischendurch - Mittwoch, 15. April

Von einigen von euch haben wir gehört, dass ihr das Gefühl habt, in der Schule in den letzten Wochen mit Aufgaben und allem möglichen überladen worden zu sein. Da kann man sich manchmal schon nach dem Sinn von allem fragen und wozu Schule überhaupt da ist. In eurem Alter wusste ich noch nicht, was ich mal werden will oder beruflich machen will. Klar, man hat immer mal wieder Ideen, ist sich dann aber doch unsicher, ob das wirklich zu einem passt. Es gibt sogar Statistiken über Traumberufe, danach wollen die meisten Jugendlichen Lehrerin, Ärztin, IT-Spezialist oder Mechaniker werden.

Als ich letztens so ein Bild von einem Milchkunstwerk in der Kaffeetasse gesehen habe, dachte ich Wow, sowas ist ja beeindruckend, das würde ich auch gerne können. Vielleicht träumt ihr auch manchmal von einem künstlerischen Beruf. Falls ihr so ein Talent habt, oder etwas anderes beeindruckendes könnt, dann hoffe ich, dass ihr einen Beruf findet, bei dem ihr das nutzen könnt. 

Vielleicht geht es euch wie mir, dass ihr zumindest als Kind das werden wolltet, das jemand tut, den oder die ihr bewundert, dessen Verhalten ihr gut findet. Ich finde das gar keine schlechte Idee, sich vor allem über diese Berufe zu informieren, denn ich habe den Eindruck, dass sich viele innerhalb eines Berufsgebiets auch charakterlich sehr ähnlich sind und man daher gute Chancen hat, dass das wirklich zu einem passt. 

Ihr könnt ja mal ältere Freunde und Bekannte über ihren Beruf ausfragen, was man so tut und wie man zu diesem Beruf kommt, oder was auch immer euch interessiert.

Aber falls ihr vielleicht niemanden kennt, der einen Beruf hat, der euch interessiert, kann ich euch den Berufepodcast von Bento "Und was machst du so?" wirklich empfehlen. Darin beantworten junge Erwachsene diese Fragen über ihren Beruf.
Vielleicht findet ihr darüber auch noch neue Ideen für Berufe, an die ihr noch nicht gedacht habt...?

Auf der Seite "Das volle Leben" könnt ihr euch auch über einen bestimmten Beruf informieren, den ihr alle kennt. Ich denke, die meisten von euch haben eine Vorstellung davon, wie der Beruf so ist, aber niemand weiß es so ganz genau, weil es auch so unterschiedlich sein kann. Auf der verlinkten Seite findet ihr kurze Videos mit jungen Pfarrer*innen, die Fragen über ihren Beruf beantworten. Es sind auch Fragen dabei, bei denen ihr euch vielleicht nicht trauen würdet, euren eigenen Pfarrer, eure eigene Pfarrerin zu fragen. 

Nicht zum Hören, aber auch interessant ist die Vorstellung von Berufen, die man so vermutlich gar nicht kennt bei "Was macht eigentlich...?", auf der Website von Bento. Aktuell gibt es da ein Interview von einem Cloud Architect. Also ich wusste vorher nicht, was das ist...

Wir hoffen, ihr findet dadurch vielleicht eine gute Idee, was ihr werden wollt!

Ermutigendes für Zwischendurch - Dienstag, 14. April

Zu Beginn der Corona-Zeit wurde Ostern als Punkt festgelegt, bis zu dem man die Beschränkungen sicher bräuchte und ab dem man schauen wollte, wie es weitergehen kann.

Wir hoffen wahrscheinlich alle, dass es danach wieder zumindest etwas gelockert werden kann. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Aber egal wie die Entscheidung, die am Mittwoch getroffen werden soll, ausfällt, sollten wir uns immer wieder daran erinnern, wofür wir diese Einschränkungen haben. Ohne Panik machen zu wollen, ist es doch wichtig, vorsichtig zu sein, damit wir Menschenleben nicht gefährden.

Und noch viel mehr versuche ich an die positiven Erfahrungen der letzten drei Wochen zu denken.

Ich genieße jetzt erst richtig einen kleinen Spaziergang, der ja bei uns zum Glück erlaubt ist und bin froh, dass draußen so ein schönes Wetter ist und gerade trotz allem überall so eine schöne Frühlingsstimmung ist. Außerdem habe ich gemerkt, dass jeder sich mehr Zeit nimmt für andere. Auf der Straße bleibt man eher mal stehen und unterhält sich kurz mit Nachbarn, denen man früher vielleicht höchstens mal Hallo gesagt hat. Und auch in kleinen Geschäften wie der Post oder der Apotheke kommt es mir so vor, als ob man sich trotz des größeren Abstands eher wahrnimmt, netter und zuvorkommender ist als sonst. Als würden viele versuchen, aufgrund des erzwungenen Rückzugs so viel Kontakt zu anderen zu bekommen wie möglich. Mir tut das gut und es gibt mir Hoffnung, dass vielleicht nach der Corona-Zeit manches anders ist.

Es ist noch unsicher, wie es genau weitergeht, aber sicher ist, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Das Wissen, dass Gott da ist, kann uns Mut machen, geduldig auf die Zeit zu warten, bis es einen Impfstoff gibt und wir wieder zu Konzerten gehen können und auch Geburtstage mit allen Freunden und Familie feiern können, uns ohne schlechtes Gewissen treffen können.


Ich frage mich, wie die Zukunft genau aussehen wird. Ich hoffe, wie können aus den positiven Erfahrungen der Corona-Zeit lernen:

  • Werden wir aufmerksamer miteinander umgehen?
  • Bedeutet Verzicht immer auch Verlust oder habt ihr dadurch etwas Wichtiges entdeckt?
  • Was habt ihr an neuen Beschäftigungen entdeckt? (Fahrradausflüge? Lesen? Backen…?) Was davon wollt ihr auch weiterhin regelmäßig tun?

Wir wünschen euch, dass ihr aus den wenigen Kontakten, die ihr momentan habt, aus Telefonaten mit Freunden oder aus Nachrichten Mut und Hoffnung ziehen könnt und weiterhin geduldig auf die Aufhebung der Beschränkungen warten könnt.

Passt auf euch auf und hoffentlich können wir uns bald wieder treffen!

Musik aus Taizé

Heute wollen wir euch auch noch ein Musikvideo zeigen, das gestern veröffentlicht wurde. Es zeigt 50 Musiker*innen aus der ganzen Welt, die ein Lied aus Taizé "In resurrectione tua Christe" zusammen singen oder mit verschiedenen Instrumenten begleiten. Ich finde es ist wirklich gut gelungen!

Falls ihr noch nichts von Taizé gehört habt, hier eine kurze Info: Zur Communauté (Gemeinschaft) von Taizé in Frankreich gehören an die hundert Brüder, Katholiken und Mitglieder verschiedener evangelischer Kirchen. Sie stammen aus über fünfundzwanzig Ländern (auch aus Deutschland). Durch ihr Zusammenleben selbst ist die Communauté ein konkretes Zeichen der Versöhnung unter gespaltenen Christen und getrennten Völkern. Die Brüder der Communauté von Taizé bestreiten ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch den Erlös ihrer Arbeit. Sie nehmen keine Spenden an. Ihre persönlichen Erbschaften behalten sie nicht, sondern geben sie durch die Communauté den Armen. Jeder kann nach Taizé gehen und an den wöchentlichen Jugendtreffen teilnehmen. Man muss nicht französisch sprechen, um sich dort zurechtzufinden. Ein Besuch der Gottesdienste dort ist wirklich eine besondere Erfahrung!

Ermutigendes für Zwischendurch - Ostermontag, 13. April

Der Ostersonntag ist vorbei und doch wirken Tod und Auferstehung Jesu nach. Nicht nur bei uns heute, sondern auch bei den Jüngern, die lange mit Jesus unterwegs waren. Zwei von ihnen machten sich auf den Weg nach Emmaus und trafen dabei auf einen scheinbar Unbekannten. Wisst ihr wer es war?
Die Antwort auf diese Frage könnt ihr im Lukas-Evangelium, Kapitel 24 lesen oder euch anhören:

13 Und sieh doch: Am selben Tag waren zwei Jünger unterwegs zu dem Dorf Emmaus. Es liegt etwa sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. 14 Sie unterhielten sich über alles, was sie in den letzten Tagen erlebt hatten. 15 Dann, während sie noch miteinander redeten und hin und her überlegten, kam Jesus selbst dazu und schloss sich ihnen an. 16 Aber es war, als ob ihnen jemand die Augen zuhielt, und sie erkannten ihn nicht. 17 Er fragte sie: »Worüber seid ihr unterwegs so sehr ins Gespräch vertieft?« Da blieben sie traurig stehen. 18 Der eine – er hieß Kleopas – antwortete ihm: »Du bist wohl der Einzige in Jerusalem, der nicht weiß, was dort in diesen Tagen passiert ist?« 19 Jesus fragte sie: »Was denn?« Sie sagten zu ihm: »Das mit Jesus von Nazaret! Er war ein großer Prophet. Das hat er durch sein Wirken und mit seinen Worten vor Gott und vor dem ganzen Volk gezeigt. 20 Unsere führenden Priester und die anderen Mitglieder des jüdischen Rates haben dafür gesorgt, dass er zum Tod verurteilt und gekreuzigt wurde. 21 Wir hatten doch gehofft, dass er es ist, der Israel erlösen soll. Aber nun ist es schon drei Tage her, seit das alles geschehen ist. 22 Und dann haben uns einige Frauen, die zu uns gehören, aus der Fassung gebracht: Sie waren frühmorgens am Grab. 23 Aber sie konnten seinen Leichnam nicht finden. Sie kamen zurück und berichteten: ›Wir haben Engel gesehen. Die haben uns gesagt, dass Jesus lebt!‹ 24 Einige von uns sind sofort zum Grab gelaufen. Sie fanden alles so vor, wie die Frauen gesagt haben – aber Jesus selbst haben sie nicht gesehen.« 25 Da sagte Jesus zu den beiden: »Warum seid ihr so begriffsstutzig und tut euch so schwer damit zu glauben, was die Propheten gesagt haben? 26 Musste der Christus das nicht alles erleiden, um in die Herrlichkeit seines Reiches zu gelangen?« 27 Und Jesus erklärte ihnen, was in den Heiligen Schriften über ihn gesagt wurde – angefangen bei Mose bis hin zu allen Propheten.
28 So kamen sie zu dem Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat so, als wollte er weiterziehen. 29 Da drängten sie ihn: »Bleibe doch bei uns! Es ist fast Abend und der Tag geht zu Ende!« Er ging mit ihnen ins Haus und blieb dort. 30 Dann, nachdem er sich mit ihnen zum Essen niedergelassen hatte, nahm er das Brot und sprach das Dankgebet. Er brach das Brot in Stücke und gab es ihnen. 31 Da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen und sie erkannten ihn. Im selben Augenblick verschwand er vor ihnen. 32 Sie sagten zueinander: »War unser Herz nicht Feuer und Flamme, als er unterwegs mit uns redete und uns die Heiligen Schriften erklärte?« 33 Und sofort sprangen sie auf und liefen nach Jerusalem zurück. Dort fanden sie die elf Jünger beieinander, zusammen mit allen anderen, die zu ihnen gehörten. 34 Die Jünger riefen ihnen zu: »Der Herr ist wirklich auferstanden! Er hat sich Simon gezeigt!« 35 Da erzählten die beiden, was sie unterwegs erlebt hatten und wie sie den Herrn erkannten, als er das Brot in Stücke brach.

(Aus: BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart: www.basisbibel.de)

Wem sind die Jünger auf dem Weg zu Emmaus begegnet? – Es war der auferstandene Jesus, der sie auf ihrem Weg begleitet hat. Auch wir können Jesus in unserem Leben begegnen, wir müssen nur genau hinsehen und hinhören.

Wir wünschen Euch noch ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Ermutigendes für Zwischendurch - Ostersonntag, 12. April

Ostern

„Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.“ So erschallt es weit und breit am Ostermorgen. Jesus lebt, er ist auferstanden. Das feiern wir Christ*innen an Ostern. Auch wenn in diesem Jahr alles anders ist, so feiern wir trotzdem Ostern, die Auferstehung, denn Jesus lebt. Davon erzählt uns u.a. das Lukas-Evangelium, Kapitel 24, das ihr hier lesen oder es euch anhören könnt:

1 Der Sabbat war vorüber. Gleich als der Morgen dämmerte, gingen die Frauen zum Grab. Sie brachten die wohlriechenden Öle mit, die sie vorbereitet hatten. 2 Da entdeckten sie, dass der Stein vom Grab weggerollt war. 3 Sie gingen in die Grabkammer. Doch sie konnten den Leichnam von Jesus, dem Herrn, nicht finden. 4 Dann, während sie noch überlegten, was sie von alldem halten sollten – sieh doch: Da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. 5 Die Frauen erschraken und hielten ihren Blick gesenkt. Die beiden Männer sagten zu ihnen: »Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6 Er ist nicht hier, Gott hat ihn vom Tod auferweckt. Erinnert euch an das, was er zu euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: 7 ›Der Menschensohn muss ausgeliefert werden in die Hände der Menschen, die voller Schuld sind. Er muss am Kreuz sterben. Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferstehen.‹«8 Da erinnerten sich die Frauen an das, was Jesus gesagt hatte. Petrus am leeren Grab 9 Die Frauen kehrten vom Grab zurück und berichteten alles den elf Jüngern und den anderen Anwesenden. 10 Es waren Maria aus Magdala, Johanna, Maria, die Mutter von Jakobus, und noch andere, die zu ihnen gehörten. Die Frauen erzählten den Aposteln, was sie erlebt hatten. 11 Die Apostel hielten ihren Bericht für reine Erfindung und glaubten ihnen nicht. 12 Aber Petrus stand auf und lief zum Grab. Er schaute hinein, sah aber nur die Leinenbinden. So ging er wieder zurück und fragte sich, was da wohl geschehen war.

(aus: BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart: www.basisbibel.de)

Mit den Worten von Tina Wills wünschen euch ein schönes und gesegnetes Osterfest!

Ostern: Wir dürfen Wunder erwarten.
Oft kommen sie behutsam und leise daher.
Als entdecke man einen ersten Krokus im Schnee.
Als stärke einem plötzlich jemand den Rücken.
Als habe man in der Zeitung von Hoffnung gelesen.
Als halte der Tag ein Lächeln bereit.
Ostern: Wunder erwarten. Ja, das dürfen wir.
Gott gibt dem Leben Recht.

Falls ihr euer Wissen über das Osterfest unter Beweis stellen wollt, findet ihr hier noch ein kleines Osterquiz!

 

Heute könnt ihr euch auch den fünften Teil der Osterzeitreise ansehen:

Ermutigendes für Zwischendurch – Karsamstag, 11. April

Heute ist Karsamstag, den viele auch Ostersamstag nennen, aber Ostern ist erst morgen. Noch ist die Leidenszeit nicht vorbei. Doch am Horizont ist der Ostermorgen schon in Sicht.
In der aktuellen Corona-Krise wünschen wir uns auch einen Ostermorgen, ein Ende von Social Distancing, endlich wieder mit Freund*innen weggehen können. Doch noch ist das Ende nicht da und wir harren weiter und hoffen auf ein Ostern.

Wir hoffen, dass wir euch die Woche bis Ostern mit unseren Ideen etwas verschönern konnten. Vielleicht seid ihr auch noch nicht dazu gekommen, alles auszuprobieren oder seid noch auf eigene Ideen gekommen, die ihr am Wochenende ausprobieren wollt. Ansonsten hoffen wir, dass ihr die Feiertage mit der Familie genießen könnt.

 

Morgen ist Ostern und obwohl vieles nicht so ist, wie sonst, wollten wir euch noch zwei Tipps mit in das Osterwochenende geben:

Wenn ihr gerne noch einen Kuchen für den Ostersonntag backen möchtet, aber nicht viel Zeit habt, dann habe ich das perfekte Rezept für euch: ein Schokoladenkuchen. Das Rezept für diesen Kuchen hat mein Bruder von einem Schulfreund bekommen und ich habe eine kleine Variation hinzugefügt. Viel Spaß beim Nachbacken!

Und wenn euch aber die Decke auf den Kopf fällt und ihr unbedingt "raus" aus dem Alltag wollt oder vielleicht alleine seid, gibt es hier zusätzlich zu unseren bisherigen Ideen gegen Langeweile den Hinweis zu kultur@home, die Sammlung an digitalen Angeboten in Karlsruhe. Schaut mal rein, da gibt es alle möglichen Ideen... Danke für die Info, Sebastian!

Wir wünschen Euch für morgen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Heute könnt ihr euch auch den vierten Teil der Osterzeitreise ansehen:

Ermutigendes für Zwischendurch – Karfreitag, 10. April

Heute ist Karfreitag, der wichtigste Feiertag in der Evangelischen Kirche. Ist Weihnachten oder Ostern nicht viel wichtiger, fragt ihr euch vielleicht.
Obwohl Weihnachten, als auch Ostern sind natürlich wichtig, denn ohne die Geburt kein Tod und ohne Tod keine Auferstehung.
Doch warum ist Karfreitag so bedeutend für evangelische Christ*innen?
An Karfreitag erinnern wir uns daran, dass Jesus am Kreuz gestorben ist um uns alle zu retten. Deshalb ist dieser Tag so wichtig, denn Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz uns allen einen neuen Weg eröffnet. Er hat den Tod besiegt, sodass der Tod nicht mehr das letzte Wort hat.
Und warum heißt es eigentlich „Karfreitag“?
Die Silbe „Kar“ ist vermutlich aus dem althochdeutschen Wort „Chara“ entstanden. Es bedeutet Trauer. Sie dauert bis zum Ostersonntag.

Nach dem Abendmahl mit seinen Jüngern ging Jesus mit ihnen in den Garten Getsemani um dort zu beten. Dort fanden ihn auch die Soldaten, die ihn – Verraten durch Judas – festnahmen.
Jesus wurde zu Pontius Pilatus, dem Römischen Stadthalter gebracht. Die Priester und Schriftgelehrten beschuldigten Jesus und Pilatus fragte ihn „Bist du der König der Juden?“. Jesus antwortet mit „Du sagst es“. Pilatus findet nichts, wofür er ihn anklagen könnte und so schickt er ihn, da er aus Galiläa stammt, zu König Herodes. Aus dieser kann keinen Grund für eine Verurteilung liefern und schickt ihn zurück zu Pilatus. Dieser entscheidet sich dafür Jesus auspeitschen und ihn dann frei zu lassen, möchte aber die Entscheidung durch das Volk „legitimieren“ lassen. Dieses fordert Pilatus allerdings dazu auf, Barabbas, einen Mörder, frei zu lassen und Jesus zu kreuzigen. Pilatus gibt dem Volk nach und verurteilt Jesus zum Tod am Kreuz. (nach: Lukas-Evangelium, Kapitel 23, 1-25)

So kam es, dass Jesus verurteilt wurde. Wenn ihr mehr lesen wollt, dann könnt ihr dies z.B. im Lukas-Evangelium, Kapitel 23 tun. Hier findet ihr einen Link zu diesem Kapitel in der BasisBibel.
Wenn ihr Euch die Texte lieber anhören möchtet, mit Rufus Beck als Sprecher, denn könnt ihr dies hier tun.

Heute könnt ihr euch auch den dritten Teil der Osterzeitreise ansehen:

Ermutigendes für Zwischendurch - Gründonnerstag, 9. April

Heute ist Gründonnerstag, der Tag an dem wir Christ*innen uns an das Abschiedsmahl von Jesus und seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod am Kreuz erinnern. Morgen, an Karfreitag, denken wir an Jesu Tod.

Jesus feiert mit seinen Jüngern das Abendmahl

Der Tag des Passafestes war gekommen. Das Fest begann am Abend mit einem feierlichen Essen, bei dem die Menschen sich daran erinnerten, wie Gott sein Volk aus Ägypten herausgeführt hatte, um es in das versprochene Land zu bringen. Genau wie damals schlachtete jede Familie ein Lamm und aß Brot ohne Sauerteig.

Viele Menschen waren zum Fest nach Jerusalem gereist. Auch Jesus wollte das Passamahl mit seinen Jüngern in Jerusalem feiern. Er sagte zu Petrus und Johannes: »Geht und bereitet alles für uns vor.« »Wo werden wir denn feiern?«, fragten sie. Jesus antwortete: »Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr einen Mann treffen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm in das Haus, in das er geht. Dann sagt zu dem Hausherrn dort: ›Unser Lehrer schickt uns. In welchem Raum kann er das Passamahl feiern?‹ Er wird euch ein großes Zimmer im oberen Stockwerk zeigen. Dort könnt ihr alles für uns herrichten.« Die beiden gingen los und fanden alles so, wie Jesus es gesagt hatte.

Sorgfältig bereiteten sie das Passamahl vor. Am Abend kam Jesus mit den anderen Jüngern. Gemeinsam setzten sie sich an den Tisch. Jesus sagte: »Heute esse ich zum letzten Mal mit euch zusammen. Denn bald werde ich leiden und sterben. Das Passamahl werde ich erst wieder feiern, wenn Gottes neue Welt gekommen ist.« Dann nahm Jesus das Brot und sprach das Dankgebet. Er brach das Brot in Stücke, gab es den Jüngern und sagte: »Das ist mein Leib. Ich gebe mich selbst für euch.« Die Jünger nahmen das Brot und aßen. Jesus sagte: »Tut dies immer wieder, damit ihr euch daran erinnert, was ich für euch getan habe.«

Nach dem Essen nahm Jesus den Becher mit Wein und sagte: »Das ist mein Blut, das für euch und für alle Menschen vergossen wird. Damit besiegelt Gott seinen Bund mit den Menschen.« Die Jünger reichten den Becher weiter und alle tranken daraus.

Dann sangen sie die Dankpsalmen.

(Aus: Unter Gottes weitem Himmel, Text: Christiane Herrlinger, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.)

 

Vielleicht fragt ihr euch jetzt: Was hat das alles eigentlich mit der Farbe grün zu tun?

Die Farbe ist sehr wahrscheinlich gar nicht der Namensgeber dieses Tages. Forscher vermuten, dass die Worte „Greinen“ oder „Grienen“ dahinterstecken. Das ist Mittelhochdeutsch und heißt „wimmern“ oder „weinen“. Die Worte beschreiben, wie vielen Menschen zumute ist, wenn sie an den Tod von Jesus denken.

 

Rezeptvorschlag Fladenbrot

Vielleicht hast du Lust, selbst ein Fladenbrot zu backen? Dann findest du hier ein einfaches Rezept. Betest du eigentlich vor dem Essen oder danach? Um zu danken, dass wir zu essen haben und dass Gott uns alles gibt, was wir brauchen? Du kennst sicher DAS Tischlied "Thank you Lord for giving us food".

Hier gibt es noch ein paar Tischgebete, manche gibt es auch als Tischlied:

  • Alle guten Gaben, alles, was wir haben, kommt oh Gott von dir, wir danken dir dafür! Amen.
  • Jedes Tierlein hat sein Essen, jedes Blümlein trinkt von dir. Hast auch uns heut nicht vergessen. Lieber Gott, wir danken dir.
  • Wieder ist es Essenszeit. Leckere Sachen stehn bereit. Was wir haben, kommt von dir. Lieber Gott, wir danken dir!
  • Danke für diese guten Gaben, danke, dass wir zu essen haben. Lehr uns teilen, Gott, das Brot, mit  allen Menschen, die in Not.
  • Lieber Gott, für Speis und Trank sagen wir dir Lob und Dank. Schenkst uns täglich deine Gaben,  welches Glück, dass wir dich haben. Amen.
  • Herr, lass uns bei diesem Essen deine Güte nicht vergessen. Teile deine Liebe aus, gib Frieden uns   in Herz und Haus.
  • Segne, Vater, diese Speise, uns zur Kraft und dir zum Preise.
  • Ach, welch leck´re, schöne Sachen werden uns gleich Freude machen. Jedem knurrt schon der Magen, doch vorher woll´n wir danke sagen.
  • Segne, Vater, unser Essen, segne, Vater, unser Brot. Lass uns jene nicht vergessen, die da hungernd sind in Not.
  • Lieber Gott, für unser Essen, wollen wir nun nicht vergessen, dir zu danken jetzt und hier, denn alles Gute kommt von dir!
  • Alle guten Gaben kommt her von Gott dem Herrn. Drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn.
  • Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

 

Heute könnt ihr euch auch den zweiten Teil der Osterzeitreise ansehen, in dem ihr seht, wie es nach dem Abendmahl weiterging:

Ermutigendes für Zwischendurch - Mittwoch, 8. April

Zeit des Säens

Säen heißt etwas Kostbares aus der Hand geben, um es der Erde anzuvertrauen. Saatgut ist etwas sehr wichtiges und hat einen hohen Wert. Als Kind durfte ich bei meinem Opa auf dem Traktor mitfahren, wenn er den Weizen oder die Gerste mit der Sämaschine ausgesät hat. Er hat das Saatgut immer kontrolliert und geschaut, dass kein Samenkorn irgendwo hinfällt, wo es keine Chance zum Keimen hätte. Saatgut ist kostbar, denn ohne Saatgut gibt es auch keine Ernte. Ohne Ernte gibt es kein tägliches Brot. Wir hier in Deutschland können uns das gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn es keine Ernte gibt, der/die Müller*in kein Mehl mahlen und der/die Bäcker*in kein Brot backen kann. Doch in vielen Ländern der Erde ist das harte Realität. Das sollten wir nie vergessen, wenn wir z.B. Brot essen. Dankbar sein, für das, was wir hier haben.

Bevor das Saatgut ausgesät werden kann, muss der Boden dafür vorbereitet werden. Wenn die Samenkörner auf trockene feste Böden gesät werden würden, dann würden die Körner vertrocknen und eine Ernte wäre unmöglich. Daher muss die Erde vorher aufgelockert werden, sodass die Wurzeln der keimenden Körner auch halt finden und weiterwachsen können. Das Lockern der Erde, eventuell das Bewässern, das Hegen und Pflegen der jungen Saat liegt in der Hand des/der Säenden, dass die Saat wächst und gedeiht, das liegt nicht in unserer Hand, sondern bleibt ein Geschenk und ein Geheimnis.

Die Wachstumsgleichnisse, die Jesus seinen Jüngern erzählt, enthalten diese tiefe und für die damaligen Menschen verständliche Lebensweisheit, dass wir Menschen nicht alles in der Hand haben und nicht alles beeinflussen können (Markusevangelium Kapitel 4, Verse 26-34).

„Alles hat seine Zeit“ können wir auch in der Bibel lesen (Kohelet Kapitel 3, Verse 1-15). „Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit“ (Koh 3,2). Im Moment werden viele Pflanzen gepflanzt und auch einiges schon geerntet. Das Samenkorn, das in die Erde gelegt wird und woraus später eine Pflanze mit Früchten wachsen soll, hat für uns Christ*innen eine besondere Bedeutung. Im Johannesevangelium heißt es: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“ Der Tod hat nicht das letzte Wort, denn aus Karfreitag wird Ostern – aus dem Tod am Kreuz, die Auferstehung.

 

Eine Idee zum Basteln und Säen für euch selbst oder als Geschenk :)

Kresse-Osterhase

Ich hoffe, ihr habt noch Kressesamen zuhause oder könnt euch beispielsweise im Baumarkt welche besorgen.
Leere Klopapierrollen hat auf jeden Fall jeder. 
Ansonsten braucht ihr noch Erde oder ein Watte(pad)
und einen Stift
evtl. Wackelaugen

So geht's: Schneide den unteren Teil der Klopapierrolle einfach in vier etwa drei Zentimeter lange Streifen und klappe diese nach innen. Oben schneidest du die beiden Ohren aus und malst dem Hasen noch ein süßes Gesicht. Falls du Wackelaugen zuhause hast, klebe diese mit Klebstoff fest – wenn nicht, dann mal sie einfach auf.

Fülle dann entweder die Rolle mit Erde auf oder stecke die Watte hinein, streue eine gute Prise Kressesamen darüber, befeuchte sie etwas und stelle zum Schutz am besten ein großes Glas darüber.

... Und in vier Tagen sollten die Kresse-Haare als Garnierung für ein Butterbrot zum Osterbrunch reichen!

 

Ermutigendes für Zwischendurch - Dienstag, 7. April

Man kann ja viel über das Schenken philosophieren. Ich denke jede(r) von uns hat schon einmal Geschenke bekommen, bei denen man sich ernsthaft gefragt hat, ob der oder die andere einen kennt oder es gerade ein Notgeschenk war, weil man sich verpflichtet fühlt, etwas zu verschenken. Daher wissen wir auch alle, wie wichtig es ist, dass man sich Gedanken macht, was dem- oder derjenigen gefallen könnte und gerade in der aktuellen Zeit hat man vielleicht auch mehr Zeit dafür.

Ich freue mich vor allem über selbst gemachte Geschenke, bei denen man merkt, dass sich jemand Zeit genommen hat, um mir eine Freude zu machen.

Vielleicht sucht ihr noch nach der richtigen Idee für ein Oster- oder Frühlingsgeschenk oder einfach einem Dankeschön für eine Person, die euch in der aktuellen Situation unterstützt oder immer wieder aufmuntert.

Hier eine Idee für eine Ostereischale:

Ihr braucht dazu einige Dinge aus dem Baumarkt oder Internet. Wir wollen euch nicht zusätzlich nach draußen schicken, aber wahrscheinlich geht eh mal jemand aus deiner Familie in den Baumarkt und ihr könnt euch absprechen. Außerdem könnt ihr bei dieser Gelegenheit auch eine Grundlage für eine andere Idee (morgen) gleich miteinkaufen.

Material:

  • 1 Luftballon
  • Gießmasse wie Bastelbeton oder ähnliches (die, die ich im Baumarkt bekommen habe, heißt Stewaform und ich kann sie gut weiterempfehlen)
  • Löffel, Müslischüssel
  • Unterlage
  • Evtl. Pinsel und eine Farbe, schön sind vor allem die Metallfarben  (ebenfalls im Baumarkt erhältlich), es geht aber auch mit Acrylfarben und sogar Wasserfarben, die einen Pastellton ergeben
  • Evtl. ein kleines Schleifgerät, kein Muss (!)
  • Für die nächsten Tage braucht ihr außerdem: Kressesamen oder Samen von anderen Pflanzen eurer Wahl

 

Anleitung:

Am besten ihr richtet schon einmal alles vor, den Luftballon könnt ihr schon aufblasen, zuknoten und mit dem Knoten nach unten in die Müslischale setzen. Tipp: Wenn die Müslischale etwas nass ist saugt sich der Ballon fest und verrutscht nicht.

Legt eine Unterlage darunter, denn es wird Sauerei geben. (Am besten macht ihr es eh draußen). Die Stewaform Masse hat sich aber auch gut von allen glatten Oberflächen entfernen lassen, sogar aus dem T-Shirt…

Dann rührt ihr die Masse an: Haltet euch an die Anleitung der Verpackung. Dann könnt ihr je nachdem wie sie aussieht noch Wasser oder Pulver zugeben, bis ihr die richtige Konsistenz habt. Dabei müsst ihr relativ schnell arbeiten, bevor sie ganz fest ist. Bei der Masse die ich benutzt habe, habe ich gemerkt, dass die Masse besonders fest sein muss (man denkt eigentlich, sie ist fast schon zu hart, aber lässt sich gerade noch so glattrühren.

Achtet eher darauf, dass ihr die Spitzen unten schon so formt (Mit Löffel oder Fingern), wie sie euch gefallen. Dann müsst ihr sie nachher auch nicht unbedingt mit einem Schleifgerät bearbeiten.

Gebt nicht gleich auf, wenn es beim ersten Versuch nicht so gut klappt, es kommt auf die richtige Konsistenz und etwas Übung an.

Die Oberfläche der Außenseite könnt ihr auch noch später nach dem ersten Trocknen bearbeiten. Denn wenn ihr zu früh, wenn es gerade am Trocknen ist, zu viel drückt, kann es zu leicht Risse geben und brechen. Um die Oberfläche nach dem ersten Trocknen (ein paar Stunden, am besten über Nacht) auszubessern, könnt ihr viel Wasser und nur wenig Pulver nehmen und glatt darauf verteilen. Jetzt kann es durch das Verteilen der Masse auch nicht mehr zu Löchern kommen.

Wenn alles trocken ist, könnt ihr je nach Geschmack noch innen eine Farbe auftragen (oder auch außen).

Fertig ist das Ostereigeschenk.

Wenn es zum Beispiel für eure Eltern ist, könnt ihr eine Topfpflanze hineinsetzen oder einfach als Dekoschale verschenken. Sehr schön sieht auch ein Teelicht darin aus. Aber Achtung: Teelichter nur hineinsetzen, wenn es nicht wackelt, ansonsten lieber elektrische Teelichter benutzen oder etwas zusätzliche Masse als Ring unter die Schüssel setzen, sodass sie nicht mehr wackelt.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Ermutigendes für Zwischendurch - Montag, 6. April

Liebe Jugendlichen,

gestern hat mit dem Palmsonntag die Karwoche begonnen. Zur Erinnerung was an diesem Tag passiert ist, könnt ihr euch hier ein Video ansehen:

Gerade in der letzten Woche vor Ostern, in der man an die Leidensgeschichte von Jesus denkt, fragt man sich vielleicht umso mehr - Was darf man eigentlich als Christ - Darf ich Fleisch essen, Darf ich Tanzen? Was ist denn eigentlich erlaubt?

Schaut euch dieses Video an, ihr seht es auch unter diesem Absatz. Dort haben Jana von Janaglaubt und auch andere Christen und Christinnen Antworten auf häufig gesuchte Fragen gegeben.

Ja, am Karfreitag verzichten wir als Christen auf Fleisch und am Ende der Karwoche (ab Gründonnerstag) gilt in vielen Bundesländern sogar ein gesetzliches Tanzverbot. Doch diese Verbote gibt es nicht, um uns zu ärgern, sondern diese Tage sind sogenannte stille Feiertage, an denen man sich an die Zeit erinnert, in der Jesus schwer gelitten hat und gestorben ist. Wir haben im Gegensatz zu den Menschen damals das Wissen, dass Jesus aufersteht und können uns umso mehr auf Ostern freuen und diesen Tag in der Familie feiern.

Wenn ihr Ideen habt, wie man auch in diesem Jahr trotz der Einschränkungen das Fest feiern kann, dann schreibt uns eure Ideen, wir sind gespannt!

Ermutigendes für Zwischendurch - Sonntag, 05. April

Liebe Jugendliche,

wie die meisten von euch, so bin auch ich zuhause. Der Alltag hat sich vollkommen verändert. Kein Treffen mehr mit Jugendlichen, keine Aktionen mit den Kindern und auch keine Mitarbeiter*innenausbildung. Also sitze ich viel zuhause vor meinem Computer um wenigstens digital mit den Menschen in Kontakt zu bleiben.

Die Corona-Krise stellt uns alle vor unglaubliche Herausforderungen. Jede*r hat seine/ihre eigenen und für jeden stellt sich die Situation im Moment unterschiedlich dar. Heute ist Palmsonntag, heute beginnt die Karwoche. Jesus kommt nach Jerusalem, streitet und diskutiert dort mit den Schriftgelehrten und zieht sich abends immer zurück, zusammen mit seinen Jüngern.

Zwei Tage vor dem Passah-Fest war Jesus abends zu Gast bei Simon, dem Aussätzigen*, als eine Frau kam, die ihm sehr, sehr teures Salböl auf seinen Kopf gegossen hat um ihn damit zu salben. Die Jünger ärgerten sich über das Verhalten der Frau und die Verschwendung des Salböls. Sie motzten sie an.

Doch der Frau war es alles wert, um Jesus einen letzten Dienst zu erweisen. Zu ihm zu gehen und ihm noch einmal die gute Nähe eines Menschen spüren zu lassen. Dafür nimmt sie alles in Kauf, auch die Verachtung der anderen.

Jesus selbst nimmt sie in Schutz. Er weiß, was ihm bevorsteht. Die Frau spürt das und deshalb handelt sie. Ihr letzter Liebesdienst ist unverrückbar mit der Passion verknüpft. Liebe und Tod, Liebe und Verzweiflung, liegen im Leben oft so nah beieinander.

Wie in diesem Tagen. Nicht alles wird gut. Nicht für alle geht diese Krise gut aus.

Nichts ist, wie es war. Krankenschwester, Pfleger, Ärzt*innen, Polizist*innen, Feuerwehrleute, Verkäufer*innen und viele mehr, stehen vor ungeahnten Herausforderungen. Und wir anderen, wir können helfen, indem wir z. B. für diejenigen einkaufen, die zu den Risikogruppen gehören und indem wir ansonsten zuhause bleiben.

In unserem Leben wird nicht immer alles gut. Trotzdem: 
Wir werden auch weiterhin füreinander da sein und einander helfen. „Was ihr für einen meiner Brüder oder eine meiner Schwestern getan habt – und wenn sie noch so unbedeutend sind –, das habt ihr für mich getan“, sagt Jesus (Matthäus 25,40)

Jesus hat die Menschen geliebt und ist für diese Liebe in den Tod gegangen.
Vor Ostern steht die Passion, die Erinnerung an Jesu Leidensgeschichte.
Am Ende steht Gott selbst, der alles zum neuen Leben verändert.
Amen.

 

Gott sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.
Gott sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und zu schützen.
Gott sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Gott sei unter dir, um dich aufzufangen wenn du fällst, um dich aus der Schlinge zu ziehen.
Gott sei in dir, um dich zu trösten wenn du traurig bist.
Gott sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.
Gott sei über dir um dich zu segnen.
Amen

Bleibt gesund! Viele Grüße
Natalie

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*) Aussatz ist die Bezeichnung für verschiedene Hautkrankheiten. Da man die Ursache damals nicht kannte, schrieb man Entstehung von Aussatz dem Wirken von Dämonen zu

Ermutigendes für Zwischendurch - Samstag, 4. April

Füreinander da sein

Wir möchten helfen! Manche trifft die Pandemie besonders hart: z. B. Risikogruppen wie alte und vorerkrankte Menschen. Sie dürfen das Haus nicht mehr verlassen, können nicht mehr einkaufen gehen, oder andere wichtige Dinge erledigen. Wir möchten die Menschen unterstützen und Helfer*innen und Hilfesuchende zusammenbringen!

Also meldet euch bei eurer Pfarrerin/eurem Pfarrer oder uns!

Weitere Infos findet ihr hier.

Ermutigendes für Zwischendurch – Freitag, 3. April

Hallo!

Wie geht es euch? 
Wie war eure Woche?
Wie klappt das mit Schule Zuhause?
Was bewegt euch gerade?
Wie findet ihr „Ermutigendes für Zwischendurch“? Was würdet ihr euch wünschen oder brauchen?
Das fragen wir uns gerade.

Wenn ihr wollt, schreibt uns doch eine E-Mail.

Wir würden uns über Rückmeldungen freuen.

 

Diese Woche habe ich ein paar schöne Augenblicke gesammelt und daraus ein „Schöne Augenblicke to go“ gemacht.

Hier eine Vorlage, die ihr gerne mit eigenen schönen Augenblicken ergänzen und zuhause aufhängen könnt.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende mit vielen schönen Augenblicken!

Ermutigendes für Zwischendurch - Donnerstag, 2. April

Heute gibt es für euch eine Andacht von Pfarrer Heiko Schwarz aus Neuburg:

Klopapier? Lebensmittel!

Zugegeben, ich habe im Moment auch ein bisschen mehr Klopapier im Haus. Und Mehl und Öl und Salz und Zucker und Nudeln und Reis. Sind sonst nicht meine Shopping-Favoriten. Sind auch nicht wirklich knapp. Und der Kopf weiß, warum trotzdem die Regale manchmal leer sind. Und deshalb mache ich mir nicht drei Einkaufswagen voll. Aber was, wenn das Regal gerade dann leer ist, wenn ich Nachschub brauche? Also kaufe ich halt doch ein Päckchen mehr…
Komisch, wie schnell sich in Luft auflöst, was vor ein paar Wochen noch selbstverständlich sicher war: Die Nudeln im Regal, die Termine im Kalender, der Urlaub im April und die volle Bandbreite bei Youtube und Netflix.
Und die Arbeitsstelle? Und das Gehalt auf dem Konto? Und die Ausbildung meiner Kinder? Und die Gesundheit meiner Familie? Es hat sich was verändert. Es ist nicht mehr so felsenfest. Es gibt mehr Fragezeichen. Und die Prioritäten verschieben sich.
„Sandyland“, heißt ein Lieblingslied meiner Konfirmanden und Teamer. Der Text ist eine ziemlich klare Ansage von Jesus, die im Matthäusevangelium steht (Matthäus 7,24ff):
„Wer diese meine Worte hört und sie befolgt, ist wie ein kluger Mann, als er sein Haus baute: Er errichtete es auf felsigem Boden. Dann kam ein Wolkenbruch. Die Flüsse tragen über die Ufer, die Stürme tobten und rüttelten an dem Haus. Doch es stürzte nicht ein – denn es war auf Fels gebaut. Wer diese meine Worte hört und sie nicht befolgt …“
Normalerweise singen wir das, weil es ein schönes Lied ist. Und das Jesuswort dahinter bekommt in Gedanken ein Etikett wie „spannende Überlieferung“, „ziemlich provokant“, „muss ich mal drüber nachdenken“ und geht im Alltag unter. Oder es kommt gar nicht bei mir an.
Jetzt klingt das anders. Jetzt wird das zum „Lebensmittel“. Ich bin überzeugt: Dieses „Regal“ ist wirklich gefüllt. Jesus hat die Autorität, das zu sagen und die Kraft, das zu tun. Bei ihm habe ich auch dann einen festen Grund, wenn andere Selbstverständlichkeiten sich in Luft auflösen.
Ich halte mich jetzt umso mehr an ihn. Gerade weil wir noch nicht über dem Berg sind. Jesus produziert nicht nur kluge Sprüche. Er ist Gottes Sohn. Deshalb feiern wir an Ostern auch keinen Hasen sondern seinen Sieg über den Tod.
Jesus ist in der Lebens-Mittel-Branche. Gott sei Dank! Von Klopapier hat er zwar nichts gesagt, aber dieses Versprechen steht in der Bibel (Johannes 6, 35):
„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern. Und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“
Gott befohlen!

Ermutigendes für Zwischendurch - Mittwoch, 1. April

Heute möchten wir euch ein Video zeigen von Jana, einer überzeugten Christin, die regelmäßig Fremde nach ihrem Glauben fragt:  "Kaffeedate mit Jana - Woran glaubst du?"
Jana hat einen youtube-Kanal in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland und redet in ihren Videos über interessante Themen. Außerdem ist Jana selbst positiv auf Corona getestet worden und erzählt in einem Video von ihrer Quarantäne-Zeit. Jana ist auch auf Instagram.

Reinschauen lohnt sich. Und falls ihr selbst in Quarantäne müsst, dann hoffen wir, dass es bei euch nicht so lange dauert und ihr es gut übersteht!

Was würdest du bei einem Kaffeedate mit Jana antworten, woran glaubst du?

Ermutigendes für Zwischendurch - Dienstag, 31. März

Gemeinsam durchhalten

Woche 3 im Ausnahmezustand. Arbeiten von zuhause. Schule von zuhause, oder nicht? Viel Zeit, die man rumkriegen muss. Als ich gestern Morgen mein Radio angemacht habe lief gerade „Der Montivator“ bei RPR1. Michael von Kunhardt, "der Montivator", gibt Tipps, wie man sich motivieren kann. Dass dies zurzeit schwerer ist, das wissen wir alle. Also hört euch einfach mal an, was er zu sagen hat und lasst euch motivieren.

evangelisch.de sammelt auf Instagram Tipps, wie man die schwierigen Wochen der Corona-Pandemie besser überstehen kann. Tipp 1: Einen Podcast hören.

Habt ihr Hör-Tipps? Dann schreibt sie uns!

Ermutigendes für Zwischendurch - Montag, 30. März

Ein Lächeln schenken…

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen, doch man kann auch viele ungewöhnliche positive Erfahrungen machen!

Wenn ich zurzeit nach draußen gehe, weil ich zum Beispiel mal eben zur Post, zur Apotheke oder einkaufen gehen muss, dann habe ich ein komisches Gefühl dabei. Die Straßen sind fast leer und überall sind Markierungen, Security, Plastikscheiben, die mir zeigen: Du bringst mich durch deine Anwesenheit in Gefahr!

Nicht, dass ihr mich falsch versteht, ich finde das absolut richtig! Ich will die Personen, die momentan arbeiten müssen, damit andere einkaufen gehen können nicht gefährden. Umso schlechter ist ja gerade mein Gewissen, wenn ich mich raustraue. Und es bleibt ein komisches Gefühl.

Bei der Post habe ich eine besondere Erfahrung gemacht: Von der Plexiglasabsperrung lächelte mich ein fröhliches Post-it an: Wir schenken Ihnen ein Lächeln… und auch die Mitarbeiterin hinter der Absperrung strahlte mich ungewohnt freundlich an. Ich merkte gleich, wie auch ich entspannter wurde und lächelte.

Und so nahm ich das Lächeln mit nach Hause und werde es wieder mitnehmen, wenn ich wieder raus muss. Zum Beispiel um Klopapier zu kaufen, was ja, wie wir alle wissen, nicht so einfach ist. Doch die Frau an der Kasse kann nichts dafür. Ihr schenke ich dann mein Lächeln durch die Plastikfolie und hoffe, dass es sie auch ein bisschen zum Lächeln bringt.

Andere mit Lächeln anstecken, anstatt mit Corona – das geht natürlich am Sichersten von zuhause aus! Also, wem könntest du heute ein Lächeln ins Gesicht zaubern? Mit einer Nachricht, einem Anruf, einer Mail…

Frei nach dem Motto aus dem 1. Thessalonicherbrief (5,11): „Macht einander Mut und helft euch gegenseitig weiter…“

Ermutigendes für Zwischendurch - Wochenende

Liebe Jugendliche,

ich genieße gerade das gute Wetter auf der Terrasse und hoffe, ihr habt auch eine Möglichkeit, die Sonnenstrahlen draußen zu genießen. Nicht nur im Garten fängt jetzt alles zu wachsen an, auch wir wachsen immer weiter, zumindest innerlich. Das hört übrigens mit 18 Jahren nicht plötzlich auf.
Passend dazu habe ich eine schöne Andacht zum Lied „Wachsen“ von Lina Maly gefunden.
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!

Lied-Andacht zum Song “Wachsen” von Lina Maly

Das Lied findet ihr hier auf Youtube: https://youtu.be/m1xxzrdao5A

Wer kennt diese Frage nicht: “Was willst du eigentlich mal werden?” Und wen nervt sie nicht. Und selbst wenn man schon “etwas geworden” ist und einen Job hat, geht die Fragerei weiter: “Was willst du eigentlich als Nächstes machen?”  Oder in der Sprache eines Coachs: “Wo siehst du dich in 5 Jahren?” Als ob ich das heute schon wüsste.

“Alle fragen, was will ich werden? Niemand fragt mich, wer ich bin”, singt Lina Maly, die Sängerin aus einem Dorf bei Hamburg, die schon mit 6 Jahren Klavierunterricht bekam. “Wer bin ich, wer will ich werden”, das ist nicht nur eine Frage für Heran-Wachsende. Es gehört zum Wesen des Menschen, dass er sich auf die Zukunft hin entwirft. Das haben Existentialisten wie Jean-Paul Sartre klar erkannt und benannt. Wer einfach nur ist, ist tot. Wer lebt, entwickelt sich weiter, hat Pläne, will morgen ein anderer sein als heute und sich trotzdem selbst treu bleiben.

Identität ist in der heutigen Zeit zum Dauerbrenner geworden. Je mehr Möglichkeiten es gibt, je mehr Freiheiten wir haben, desto stärker stehen wir unter Druck, etwas aus uns zu machen. Erfolgreiche Vorbilder für jede Altersgruppe sind ja nur einen Mausklick weit entfernt. Manchmal sind die Youtube-Stars sogar in der gleichen Klasse, zumindest die, die immer mehr Likes und Herzen kriegen als die anderen, weil sie cool rüberkommen, hübscher sind, intelligenter, weniger Mainstream.

Ein Text von Dietrich Bonhoeffer

Dass die Frage nach der Identität keine ist, die nur für junge Menschen eine Rolle spielt, zeigt das berühmte Gedicht von Dietrich Bonhoeffer, das er im Gefängnis geschrieben hat. Er war damals ein reifer und reflektierter Mann mit viel Lebenserfahrung und Kampfgeist, einer der wenigen, die vorbildlich gegen die Unfreiheit und die Diktatur der Nazi gekämpft hat. Er fragt sich:

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen und heiter und fest
wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

Wer bin ich? Der oder jener?
Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?
Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler
und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,
das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

(Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung)


Linda Maly weiß: “Irgendwann blüh’ ich schon auf, irgendwann blüht alles auf.” Sie träumt von einem Ende der Gedeihstörung, vom Ausgewachsensein. Ich glaube, diese Hoffnung ist berechtigt. Und es ist eine Hoffnung, die mit Gott zu tun hat. Weil er uns geschaffen hat und wollte, dass wir so sind, wie wir sind, müssen wir nicht erst einen Idealzustand erreichen. Mit allem Vorläufigen und Unvollkommenem sind wir bei ihm als dem großen Gärtner und Menschenliebhaber gut aufgehoben. In seinem Garten gibt es keine nutzlosen Pflanzen, jeder hat seinen Platz und ist ein Teil des großen Ensembles. Er lässt seine Sonne scheinen über jedes Gewächs, auch über uns, auch heute.

Gebet

Herr, unser Gott, du Menschenfreund. Danke, dass du jeden von uns einmalig gemacht hast. Jeder ist begabt und individuell auf seine je besondere Art. Lass uns das nie vergessen. Lass uns andere so behandeln, mit Respekt und Würde. Gib uns Achtung für jedes deiner Geschöpfe.
Wir bitten dich für diesen Tag: Begleite und behüte uns, lass uns lernen und wachsen, zeige uns aber auch die Grenzen des Wachstums und die Zeiten und Orte, wo wir innehalten müssen und einfach das Leben genießen und feiern.
Sei du jetzt bei uns mit deinem Segen.
Amen.

Diese Andacht stammt von Thomas Ebinger

Ermutigendes für Zwischendurch - Freitag, 27. März

Liebe Jugendliche,
ihr habt bestimmt schon mitbekommen, dass es einige Künstler gerade recht schwer haben.
Es gibt eine bundesweite Spendenaktion der Deutschen Orchester-Stiftung zugunsten freiberuflicher Musiker*innen. 

Hier gibt es weitere Infos, überlegt euch, ob ihr spenden wollt und verbreitet die Info weiter: https://orchesterstiftung.de

Außerdem gibt es einige Künstler, die kreative Ideen entwickelt haben, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Die Band Das Lumpenpack hat sogar ein Quarantäne-Konzert gespielt, natürlich gibt es auch ein Corona-Lied, hier könnt ihr euch das Youtube-Video ansehen: https://youtu.be/L5JfbQTCeSc
Das ganze Konzert seht ihr hier: https://youtu.be/BY4eGESChHc
Schaut mal rein, es lohnt sich!

Ermutigendes für Zwischendurch - Donnerstag, 26. März

Gedanken zur Jahreslosung 2020

Bin ich bereit zu springen, bin ich bereit der Verheißung Jesu zu trauen, dass ich auch auf ungewissem Untergrund gehen kann?

Auch sonst im Leben gibt es nirgendwo 100%-ige Sicherheit. In Glaubensdingen hätten wir das gern und verweigern daher den nächsten Schritt.

In der Geschichte, aus der dieser Vers stammt, erleben wir einen verzweifelten Vater, der trotz seiner Zweifel alles auf eine Karte setzt und sich an Jesus und seine Jünger wendet. Und er wird nicht enttäuscht.

Ermutigendes für Zwischendurch - Mittwoch, 25. März

Falls ihr nicht mehr wisst, was ihr in eurer freien Zeit tun könnt, hier ein paar Tipps für Vergünstigungen zu verschiedenen Themen:

Lesen / Hörbücher hören

Für einen Zeitraum von 3 Monaten kann man die online Versionen aller christlicher Zeitschriften bei SCM Magazine kostenlos nutzen (Web App oder natürlich App für's Tablet). Das Ganze hat keinen Haken, endet nach 3 Monaten automatisch ohne Kündigung und kostet tatsächlich nix!
https://microshop.bundes-verlag.net/christliche-magazine-gratis-lesen/

Bei Weltbild gibt es bis 19.04.2020 50 % Rabatt auf alle Hörbuch-Downloads mit dem Gutscheincode: HOER50
https://www.weltbild.de/buecher/hoerbuecher-hoerspiele/Hoerbuch-Download

Sprachen lernen

Sprachen lernen dauerhaft kostenlos - online oder offline mit der App "50Languages". Online-Kurse, Apps, Tests und Übungen, Spiele, Vokabeltrainer und vieles mehr.
https://www.50languages.com/sprachen-lernen-kostenlos

Ein Gratismonat bei Babbel zum Sprachen lernen für alle Schüler*innen und Student*innen, die an einer Schule oder Hochschule eingeschrieben sind, die momentan geschlossen ist. Der Code kann bis zum 01.05. eingelöst werden und der Zugang zu Babbel ist ab dem Einlösen für einen Monat lang freigeschaltet.
https://de.babbel.com/de/magazine/babbel-gratis-fuer-schueler-und-studenten?awc=14010_1585134123_49bd27a889eb6c58de0fcaf7e8facd23

Konzerte hören

Die Berliner Philharmonie hat geschlossen, bis zum 31. März kann man aber einen kostenlosen Zugang erhalten, um 30 Tage lang alle Konzerte und Filme der Digital Concert Hall sehen zu können.
https://www.digitalconcerthall.com/de/home

Puzzle

Puzzles mit eigenen Fotos erstellen. Nach dem Lösen des Puzzle-Quiz spart man 25% auf den gesamten Einkauf.
https://www.fotopuzzle.de/

Weitere Ideen ergänzen wir gerne!